Reichlich Arbeit für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Sarstedt in der Nacht zu Freitag. Innerhalb von zwei Stunden mussten die Mitglieder der Feuerwehr drei Mal ausrücken um Brände zu löschen. In allen Fällen handelte es sich um Altpapierbehälter. Weiterhin musste eine Wohnungstür geöffnet werden um dem Rettungsdienst Zugang in eine Wohnung zu gewähren.

Die erste Meldung ging um 0:16 Uhr in der Leitstelle in Hildesheim ein. In der Holztorstraße brannten Altpapiertonnen an einer Hauswand. Die Flammen griffen bereits auf die Fassade des Wohnhauses über und beschädigten einen Telefonverteilerkasten. Anwohner hatte hier bereits erste Löschmaßnahmen unternommen.

Wenig später eine ähnliches Bild in der Weberstraße. Auch hier brannte eine sogenannte blaue Tonne an einer Hauswand. Der Brand konnte nach kurzer Zeit durch die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges gelöscht werden.

Um 1:20 Uhr meldeten mehrere Anrufer einen Brand auf dem Gelände einer Tankstelle in der Hildesheimer Straße. Die sich noch im Feuerwehrhaus mit dem Wiederherstellen der Fahrzeuge befindlichen Kameraden konnten in kürzester Zeit ausrücken. Wiederum wurden mehrere brennende Müllcontainer vorgefunden. Die Flammen hatten bereits auf das Gebäude übergriffen und eine Fensterscheibe war bereits geplatzt. Nur mit Mühe konnte ein Übergreifen auf das gesamte Gebäude und den Innenraum verhindert werden.

Bei allen drei Bränden leistete die im letzten Jahr in Dienst gestellte Wärmebildkamera eine wertvolle Unterstützung für einen schnellen und gezielten Löscherfolg. Glutnester konnten so frühzeitig entdeckt werden und ein Wiederaufflammen verhindert werden. Die Brände in der vergangen Nacht summieren sich inzwischen auf zehn dieser Art in den vergangenen zehn Tagen. Bis zur Aufklärung der Brände empfehlen wir allen Sarstedter Bürgerinnen und Bürgern die Altpapiertonnen so aufzustellen, dass ein direktes Übergreifen der Flammen auf Autos oder Gebäude nicht möglich ist und die Verweildauer der Tonnen im Öffentlichen Raum gering gehalten wird.

Nach Beendigung der Löschmaßnahmen wurde die Feuerwehr zu einer Türöffnung alarmiert. Bei dem vierten Einsatz in dieser Nacht galt es einen Zugang zu einer hilflosen Person hinter verschlossenen Tür herzustellen. Eine Person konnte aufgrund gesundheitlicher Probleme den Notruf noch selber wählen, die Tür aber konnte sie nicht mehr öffnen. Nachdem der Rettungsdienst in der Wohnung war, konnte auch dieser Einsatz beendet werden.