Innerhalb weniger Tage kam es an der Kreuzung Breslauer Str. / Görlitzer Str. zu einem erneuten Verkehrsunfall. Dabei geriet eines der Fahrzeuge in Brand. Fahrer nur leicht verletzt.

Die um 07:50 Uhr alarmierte Ortsfeuerwehr Sarstedt rückte mit dem Tanklöschfahrzeug aus, um den Brand am PKW zu bekämpfen. Das Feuer wurde schnell gelöscht, die Batterien der Fahrzeuge wurden abgeklemmt. Die aus den Fahrzeug austretenden Betriebsstoffe drohten in die Regeneinläufe zu laufen. Der nachrückende Gerätewart Umweltschutz übernahm die Aufgaben der Ölabwehr. Die Regeneinläufe wurden abgedichtet und die Betriebsstoffe mit Bindemittel abgestreut. Die zur Einsatzstelle hinzugerufene untere Wasserbehörde konnte keine Konzentration im Regeneinlauf feststellen.

Nachdem die Fahrzeuge durch den Abschleppdienst abtransportiert wurden, übernahm der Bauhof die Reinigung der Kreuzung mit einer Kehrmaschine. Knapp zwei Stunden war die Kreuzung für den Verkehr gesperrt, bevor sie durch die Polizei freigegeben wurde.

Während der Einsatzmaßnahmen in der Breslauer Str. im vollen Gange waren, kam parallel eine zweite Einsatzmeldung rein. Ein Transporter hat seine Ölablassschraube verloren und kam in der Liegnitzer Straße zum Stehen. Auch hier war der Gerätewagen Umweltschutz gefragt, um das Öl abzubinden. Beide Einsatzstellen waren fast zeitgleich abgearbeitet.


Bericht der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung vom 19..09.2013
Wieder kracht es am Unfallschwerpunkt
Zwei Männer und zwei Kinder leicht verletzt / Polizei fordert: Neue Ampel so schnell wie möglich

Sarstedt (skn). Erneut hat es gestern an Sarstedts Unfallschwerpunkt Nummer eins gekracht. Ein 44-Jähriger und seine fünf und acht Jahre alten Kinder sowie ein 42-Jähriger wurden dabei verletzt. Immer wieder kommt es an der Stelle zu Unfällen. Abhilfe schaffen könnte eine neue Ampel, die aber erst im kommenden Jahr installiert werden soll.

Es war am Morgen gegen 7.45 Uhr, als ein 42-Jähriger mit seinem Wagen von der Breslauer Straße nach links in die Görlitzer Straße abbog. Er übersah den entgegenkommenden Wagen eines 44-Jährigen und beide Autos stießen zusammen. Der Wagen des 42-Jährigen fing sogar Feuer. Die Feuerwehr konnte den Brand im Motorraum aber schnell löschen. Beide Fahrer wurden leicht verletzt. Ebenso die acht Jahre alte Tochter und der fünf Jahre alte Sohn des 44-Jährigen. Die beiden Kinder wurden vorsichtshalber zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht. Ernsthaft verletzt wurde aber laut Polizei keiner der Beteiligten. Beide Autos hingegen sind nicht mehr zu gebrauchen. Die Polizei geht von Totalschaden aus: 4000 Euro waren die älteren Wagen nach Schätzung der Beamten noch wert.

Immer wieder kommt es an der Stelle zu Unfällen, weil Linksabbieger entgegenkommenden Autos die Vorfahrt nehmen. Woran das genau liegt, weiß Sarstedts Polizeisprecher Frank Müller auch nicht. Er hat aber eine Vermutung: Es gibt an der Stelle zwar eine eigene Spur für Linksabbieger, aber eben keine separate Ampel. „Das verwirrt augenscheinlich die Verkehrsteilnehmer“, sagt Müller.

Früher gab es an der Stelle einen grünen Pfeil, der immer dann aufleuchtete, wenn der Gegenverkehr rot hatte. Dieser verwirrte die Autofahrer aber offenbar. Er wurde daher außer Betrieb gesetzt. Für eine Zeit lang gingen die Unfallzahlen an der Stelle dann laut Polizei tatsächlich zurück. Doch nach einiger Zeit krachte es dann wieder häufiger. Allein 2011 registrierten die Beamten hier 13 Abbiegeunfälle mit 13 Leichtverletzten. 2012 krachte es sieben mal (vier Leichtverletzte). Der gestrige Unfall war bereits der sechste in diesem Jahr. 15 Menschen wurden dabei bislang schon leicht verletzt.

Die Sarstedter Polizei fordert wegen der konstant hohen Unfallzahlen bereits seit längerem, eine eigene Ampel für Linksabbieger einzurichten, um den Brennpunkt endlich zu entschärfen. Die zuständige Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hatte angekündigt, dass dies im kommenden Jahr passieren soll. Sarstedts Polizeisprecher Frank Müller dauert das zu lange: „Es ist definitiv so, dass wir uns die Ampel am liebsten noch heute wünschen.“

Und auch Sarstedts Bauamtsleiterin Monika Kochel drückt bei den Planungen aufs Tempo. Sie fuhr gestern Morgen auf dem Weg zur Arbeit selbst an der Unfallstelle vorbei und hatte anschließend zufällig einen Termin mit der zuständigen Sachbearbeiterin der Landesbehörde. „Ich habe ihr gegenüber die Dringlichkeit noch einmal unterstrichen“, berichtet Kochel.

Die Landesbehörde plant die Erweiterung der Ampelanlage zusammen mit der Änderung der übrigen Ampeln an der Breslauer Straße. So soll die Ampel an der Friedrich-Ebert-Straße so umprogrammiert werden, dass es dort nicht mehr zu starken Rückstaus kommt. Außerdem ist geplant, alle Anlagen so aufeinander abzustimmen, dass Autofahrer auf der gesamten Strecke eine grüne Welle haben.

Wann genau diese Pläne umgesetzt werden, ist noch unklar. Die Landesbehörde hat nach Angaben von Kochel die Tiefbauarbeiten bereits ausgeschrieben. Einen genauen Zeitpunkt für die Bauarbeiten hat Kochel aber noch nicht bekommen. Bei der Landesbehörde in Hannover war gestern niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.