Am Samstag Abend ist die Ortsfeuerwehr Sarstedt zu einem Dachstuhlbrand in die Brahmsstraße alarmiert worden. Mehrere Anrufer meldeten das Feuer. Um kurz vor 21 Uhr rückten der 2. Löschzug der Stadt aus, der 1. Löschzug mit den Ortsfeuerwehren Gödringen, Hotteln, Heisede wurden nachalarmiert.

Das Einfamilien-Reihenhaus verfügt über einen durchgehendes Dach zum Nachbarhaus. Hier drohten die Flammen bereits überzugreifen. Ein Anwohner erlitt bei dem Versuch das Feuer einzudämmen, eine Rauchgasvergiftung. Ortsbrandmeister Ulrich Meyer, der gleich nebenan wohnt konnte mit seinem Feuerlöscher das Feuer eindämmen, so dass eine rasante Ausbreitung verhindert wurde. Ohne diesen Eingriff wären wohl beide Dachböden den Flammen zum Opfer gefallen.

Nach Eintreffen des ersten Löschfahrzeuges ging ein Trupp unter schweren Atemschutz in das Gebäude zur Brandbekämpfung vor. Über das durchgehende Dach war das Nachbarhaus ebenfalls vom Rauch betroffen. Hier kontrollierte ein Trupp unter schweren Atemschutz den Dachbereich und sorgte für eine Belüftung.

Unterdessen wurde die Person mit der Rauchgasvergiftung durch den Rettungsdienst versorgt und später vorsorglich in das Krankenhaus zur weiteren Untersuchung gebracht.
Um den Wasserschaden im Brandobjekt möglichst gering zu halten, wurde das Brandgut, was sich auf dem Dachboden befand, über die Drehleiter abtransportiert und am Boden abgelöscht. Dazu wurden das Dach geöffnet.

Eine Wärmebildkamera wurde aus Gr. Förste angefordert, um verdeckte Glutnester ausfindig zu machen. Bei der Messungen ergaben auf beiden Dachböden eine erhöhte Temperatur, so dass der Bereich weiter kontrolliert werden musste.

Gegen 22:30 Uhr konnte mit Aufräumarbeiten begonnen werden. Insgesamt waren 63 Einsatzkräfte unter der Leitung von Stadtbrandmeister Rüdiger Schulz im Einsatz. Die Brandursache und die Schadenshöhe werden durch die Polizei noch ermittelt.


Polizeibericht vom 21.07.2013 – Polizeipresse.de

Hildesheim (ots) – Sarstedt (AS). Aus ungeklärter Ursache geriet am Samstagabend ein Dachstuhl eines Reihenhauses in der Brahmsstraße in Brand. Der Brand wurde von den Anwohnern bemerkt und konnte von ihnen bis zum Eintreffen der Feuerwehr eingedämmt werden. Die eingetroffene Feuerwehr konnte nicht verhindern, dass durch das Feuer auch ein Nachbarhaus in Mitleidenschaft gezogen wurde. Eine Person wurde bei den Löschversuchen leicht durch eine Rauchvergiftung verletzt. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf 30.000,– Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.


Bericht der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung vom 23.07.2013
Wenn der Brandmeister ein Nachbar ist
Schneller Einsatz von Ulrich Meyer verhindert rasches Ausbreiten des Dachstuhlbrandes in der Brahmsstraße

Sarstedt (ph). Ein Feuerwehrmann ist immer im Dienst, auch wenn er gerade zu Hause den Keller renoviert. Und ein Feuerwehrmann als Ersthelfer ist dazu noch ein Glücksfall für den Geschädigten. Genau das ist am Sonnabend gegen 21 Uhr in der Brahmsstraße in Sarstedt passiert. „Es brennt, es brennt!“ – die Rufe der Bewohner eines Reihenhauses erreichen die ganze Nachbarschaft.

Auch den Sarstedter Ortsbrandmeister Ulrich Meyer, der gerade im Keller seines eigenen Hauses nebenan werkelt. Meyer fackelt nicht lange. Noch in der Arbeitskleidung greift er sich seinen eigenen Feuerlöscher und rennt ins Nachbarhaus. Dort sind Hausbewohner verzweifelt bemüht, einen Brand im Dachboden zu löschen. Meyer richtet, ganz Profi, den Strahl aus seinem Feuerlöscher auf die Brandstelle. Und er kann mit seinem Feuerlöscher den Brand so weit eindämmen, dass eine rasante Ausbreitung des Feuers verhindert wird, bis Meyers Kollegen da sind. Die Feuerwehr Sarstedt: „Ohne dieses Eingreifen wären wohl beide Dachböden den Flammen zum Opfer gefallen.“

Denn der Brandherd liegt ausgerechnet an der Mauer zwischen den beiden Einfamilienhäusern, die durch ein gemeinsames Dach verbunden sind. Der 2. Löschzug der Sarstedter Feuerwehr trifft wenig später an der Brandstelle ein, der 1. Löschzug sowie die Feuerwehren aus Gödringen, Hotteln und Heisede werden ebenfalls zum Brandort dirigiert. Meyer läuft mal eben nach Hause, zieht sich die Uniform an und beteiligt sich, nun ganz amtlich, ebenfalls an den weiteren Löscharbeiten.

Ein Gast des Hauseigentümers hat bei den Löschversuchen eine Rauchgasvergiftung erlitten. Er wird vom Rettungsdienst betreut und später vorsorglich zur Untersuchung und ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Inzwischen ist der Rauch über das gemeinsame Dach auch ins Nachbarhaus vorgedrungen, sodass die Feuerwehr mit schwerem Atemschutz in beiden Häusern gegen das Feuer vorgeht und für frische Luft zum Rauchabzug sorgt.

Damit der Wasserschaden nicht höher wird als der eigentliche Brandschaden, öffnen die Feuerwehrleute von außen von der Drehleiter aus das Dach und holen brennenden Hausrat auf den Boden, um es dort abzulöschen. Eine Wärmebildkamera wird aus Klein Förste angefordert, um verdeckte Glutnester ausfindig zu machen. Dabei stellte die Feuerwehr fest, dass auf beiden Dachböden erhöhte Temperaturen herrschen, sodass diese weiter überwacht werden müssen. 63 Feuerwehrmänner unter der Leitung von Stadtbrandmeister Rüdiger Schulz waren im Einsatz, unter ihnen auch einer, der nach Abschluss der Löscharbeiten zu Fuß nach Hause gehen kann: Ulrich Meyer.

Eineinhalb Stunden nach dem Alarm können die Aufräumungsarbeiten an der nunmehr abgelöschten Brandstelle beginnen. Die Polizei nimmt die Ermittlungen wegen der Schadenshöhe (rund 30 000 Euro) und der Brandursache auf. Ein Ergebnis gibt es noch nicht, eine Sprecherin der Hildesheimer Polizei am gestrigen Montag: „Es gab am Wochenende mehrere Brände, die Kollegen haben alle Hände voll zu tun.