Kreis Hildesheim (lps3) Im Bereich der Kiesseen zwischen Sarstedt und Ahrbergen soll zusätzliches Speichervolumen für seltene Hochwasserereignisse geschaffen werden. Das Speichervolumen ist erforderlich, um Hochwasserschutzmaßnahmen im Bereich Sarstedt, Giesen und Ahrbergen durchführen zu können. Um in der Planung möglichst realistisch voranzukommen, wird jetzt der Innerstewasserspiegel und Grundwasserspiegel im Umfeld der Kiesseen näher unter die Lupe genommen.

Dazu ist es erforderlich, Grundwasser- und Oberflächenwassermessstellen einzurichten, um eine weitgehend realistische Hochwasserausbreitung simulieren zu können. Notwendig ist diese Maßnahme, weil die erwarteten erhöhten Abflüsse im Winter und Frühjahr 2012/13 weitgehend ausgeblieben sind. „Weil die Situation in diesem Jahr so war, ist es erforderlich, einen künstlich herbeigeführten erhöhten Wasserspiegel der Innerste auszulösen“, so Helfried Basse, zuständiger Umweltdezernent der Kreisverwaltung. Der Probestau ist an den Wehren der Mühle Malzfeld vorgesehen.

Zum konkreten Ablauf teilt der Fachdienst Umwelt der Kreisverwaltung mit, dass ab dem 09. Mai der Wasserspiegel an den Wehren der Mühle Malzfeld um 50 cm in kleinen Schritten gegenüber dem Stauziel abgesenkt wird. Um die Entwicklung der Wassermessdaten festhalten zu können, werden vor Beginn und nach Ende der Absenkungsphase der Wasserspiegel an sämtlichen Messstellen (Grundwasser und Oberflächenwasser) im Umfeld abgelesen.

Beim Probestau ab dem 21. Mai wird dann der Wasserspiegel an den Wehren der Mühle Malzfeld um zehn Zentimeter gegenüber dem Stauziel angehoben. Der Wasserstand (Stau) wird über drei Tage beibehalten. Während der Stauphase wird der Wasserspiegel an sämtlichen Messstellen im Umfeld kontrolliert. Um zu verhindern, dass Wasser in tiefer gelegene Teile der an der Wehranlage angrenzenden Kleingärten eindringt, wird im Rahmen einer Feuerwehrübung eine Sandsackbarriere auf dem Weg zwischen Kleingärten und Bruchgraben gelegt. Interessierte Bewohner können sich bei weitern Rückfragen zum gesamten Ablauf an den Fachdienst Umwelt, Tel. (05121) 309 – 4152 (Axel Dombrowski) der Kreisverwaltung wenden.