Am heutigen Samstag fand am Feuerwehrhaus Sarstedt ein Einsatztraining für Atemschutzgeräteträger der Stadtfeuerwehr statt. Zwanzig Teilnehmer aus allen Ortschaften der Stadtfeuerwehr begannen pünktlich um neun Uhr mit dem Atemschutz-Basistraining Modul 1. Am vergangenen Mittwoch bereits hat eine theoretische Unterweisung stattgefunden und nun konnten alle Teilnehmer an verschiedenen Stationen ihr Können unter Beweis stellen.

Nach der Begrüßung durch Stadtausbildungsleiter Rüdiger Schulz ging es an die Stationen zu den Fachausbildern. Korrektes Anlegen von Atemschutzgerät und Kleidung stand an der ersten Station auf dem Programm. Stadtatemschutzgerätewart Thomas Meyer, der fachausgebildet ist in der Türöffnung vermittelte den Teilnehmern unter anderem, wie gefährlich das Öffnen einer Tür zum Brandraum sein kann.

Auch wenn die Temperaturen auf Tiefstand waren, wurde reichlich mit Wasser gearbeitet. Stefan Winter, Spezialist für Hohlstrahrtraining brachte den Teilnehmern die Bedienung und den fachgerechten Einsatz bei. Nur wer das Strahlrohr in Extremsituationen blind bedienen kann, wird auf plötzlich auftretene Situationen, wie z.B. eine Durchzündung richtig reagieren können.

Danach ging es an das Verlegen von Schläuchen in Treppenhäusern. Dabei hat Ausbilder Norbert Schnabel den Einsatz von Schlauchkörben und Schlauchpaketen trainieren lassen. Der neue Übungsturm gibt alle Möglichkeiten, um die verschiedenen Taktiken zu üben.

Auf der letzten Station wurde dann das taktische Vorgehen im Brandeinsatz und in der Personensuche trainiert. Ein Brand in einem Lagerraum, war als erste Situation vorgegeben. Hier konnten die Trupps zunächst das theoretische Wissen praktisch erlernen und umsetzen. Die zweite Übung hingegen, hatte es in sich. Zwei vermisste Personen in einem stark verqualmten, aber nicht vom Brand betroffenen Bereich. Mit abgeklebten Sichtscheiben müssten sich die Einheiten durch umgestürzte Tische und herabhängende Kabel durchquelen und dabei die taktischen Arbeitsschritte nicht aus Fokus verlieren. Nach dem Auffinden der Person waren die Trupps erlöst und damit Übungsende.

Nach sechs Stunden harter Arbeit konnten die Geräte wieder einsatzbereit auf dem Fahrzeug verlastet werden und die Heimreise angetreten werden. Alle Teilnehmer waren sichtlich erschöpft aber zufrieden über gestellten Aufgaben.