Sarstedt (ph). Seit 2006 war Friedhelm Ulrich als Sarstedter Ortsbrandmeister dem Stadtbrandmeister Uwe Meyer unterstellt. Jetzt ist es anders herum: Ulrich ist neuer Brandabschnittsleiter und damit wiederum Meyers Chef. Was das gute Einvernehmen allerdings nicht trübt, wie man bei der offiziellen Verabschiedung Ulrichs im Rathaus sehen konnte. Bürgermeister Karl-Heinz Wondratschek verabschiedete neben Ulrich auch Jürgen Engelmann. Der war seit 1994 stellvertretender und seit 1996 Ortsbrandmeister von Hotteln, und zwar als Nachfolger von Hartwig Hahne, einige Zeit war er auch stellvertretender Stadtbrandmeister.

Von Kontinuität bei der Feuerwehrführung sprach der Bürgermeister und hob anerkennend hervor, dass dort alle Personalentscheidungen einmütig gefallen seien. Das gilt auch für die übrigen Besetzungen, zu denen Wondratschek gratulierte.

Uwe Meyer also wurde als Stadtbrandmeister der Feuerwehr Sarstedt bestätigt, die er in seiner zweiten Wahlperiode voraussichtlich bis 2018 leitet. In Sachen Stellvertreter bleibt die Sache in der Familie: Sein Bruder Ulrich Meyer rückt für Friedhelm Ulrich auf und wird neuer Ortsbrandmeister der Schwerpunktfeuerwehr Sarstedt. Rüdiger Schulz ist neuer stellvertretender Ortsbrandmeister.

Stephan Wehling aus Giften wurde dort für eine zweite Wahlperiode als Ortsbrandmeister bestätigt. In der Stadt Sarstedt ist er künftig stellvertretender Stadtbrandmeister. Wehling ist durch seine Einsätze in Schulen und Kindergärten bekannt, wo er sich um Brandschutzerziehung und Feuerwehrnachwuchs kümmert.

Als stellvertretender Ortsbrandmeister in Giften wurde Thomas Pape bestätigt. Wolfgang Lühmann haben seine Kameraden für eine weitere Wahlperiode als Ortsbrandmeister von Ruthe bestätigt. Das ist besonders bemerkenswert, weil er bereits seine vierte Amtszeit angetreten hat, also seit 1994 an der Spitze der Ortswehr steht. „Das ist außergewöhnlich“, bescheinigte ihm der Bürgermeister. „Machen Sie weiter so“, forderte er die frischgebackenen oder bestätigten Ehrenbeamten der Stadt auf. Dazu gehörte auch der wiedergewählte Schliekumer Ortsbrandmeister Dr. Lars Brinkmann, der zu dem Termin nicht kommen konnte.

Stadtbrandmeister Uwe Meyer strich drei Themen heraus, um die es in den kommenden Jahren gehe: Rund um die Uhr weiter eine schnelle Hilfe und Versorgung sicherzustellen, Nachwuchsund Jugendarbeit sowie Brandschutzerziehung im Auge zu behalten und das Zukunftskonzept der Kreisfeuerwehr umzusetzen. Im Gespräch zeigte sich die versammelte Sarstedter Feuerwehrspitze erleichtert darüber, dass man auf Landesebene darauf verzichtet habe, die Kinder- und Jugendfeuerwehren mit Uniformen auszurüsten. Das hätte nichts als neuen bürokratischen Aufwand gebracht. Die einheitlichen T-Shirts gefielen den Kindern viel besser.

Amüsiert zeigten sich die Feuerwehrmänner auch über die Tatsache, dass der neue Brandabschnittsleiter nicht seine volle Aufwandsentschädigung bekommt und auch die vorgesehene goldene Kordel an der Mütze nicht tragen darf. Dazu fehlt ihm nämlich noch ein Lehrgang. Zwar hat Ulrich Lehrgänge mit weitaus höherer Qualifizierung absolviert, aber der Landkreis bestehe darauf.

Wondratschek wünschte sich künftig, dass die Sarstedter Feuerwehrleute nicht nur Lehrgänge absolvieren und Fachwissen draufhaben, sondern auch „die Pflege der Kameradschaft“ im Auge behalten. Dazu brauche man Fingerspitzengefühl und „das richtige feeling, damit die Kameraden bei der Stange bleiben.“

Bericht der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung