Der schlagartige Anstieg der Temperaturen rief am Samstag abend die Feuerwehr auf dem Plan. Die Pegel der Leine und der Innerste überschritten die höchste Meldestufe 3. Um 18 Uhr war dann am Sarstedter Holztor ein Pegel von 235 cm erreicht. Da zu diesem Zeitpunkt der Pegel jeweils um 5 cm pro Stunde stieg, begann die Stadtfeuerwehr mit dem Aufbau einer örtlichen Einsatzleitung im Feuerwehrhaus Sarstedt. Die Leitung übernahm der Stellv. Stadtbrandmeister Jürgen Engelmann.

Nach einer Besichtigung der Flussläufe von Innerste und Leine wurde um 19 Uhr eine erste Sitzung zusammen mit Bürgermeister Wondratscheck, Mitarbeitern der Stadt und Polizei abgehalten. Akute Maßnahmen brauchten noch nicht eingeleitet werden. Im Rahmen der vorbereitenden Maßnahmen wurde ausreichend Sand zum Füllen von Sandsäcken geordert. Um 21 Uhr wurden die Verantwortlichen der Ortsfeuerwehren hinzugerufen, um einen Lagebricht abzugeben. Im stündlichen Rhytmus kontrollierte die Feuerwehr die Flussläufe. Obwohl die Innerste im Verlauf der Nacht bis auf 270cm anstieg, entspannte sich die Lage, da die Pegel in Heinde (Innerste) und Greene (Leine) am fallen waren und der Dickebast, als Wasserauflaufbecken so gut wie kein Wasser führt.

Bisher musste lediglich zu einem Einsatz ausgerückt werden. Durch das steigende Grundwasser drohte die Tiefgarage der Volksbank zu fluten. Um kurz vor vier Uhr rückte die Wehr aus, um den Wasserablauf abzudichten und die Garage mit Sandsäcke zu schützen.