Um 09:04 Uhr, wurde die Sarstedter Feuerwehr zu einem Wohnungsbrand mit Personengefährdung im Wellweg alarmiert. Die Ortsfeuerwehr Sarstedt rückte mit 17 Kameraden und fünf Fahrzeugen unter der Leitung von OrtsBM Friedhelm Ulrich aus. Sicherheitshalber wurden die Ortsfeuerwehren Heisede, Gödringen und Hotteln nachalarmiert, diese brauchten jedoch nicht mehr eingreifen.

Die in dem Einfamilienhaus lebende Familie hatte selbst die Wohnung verlassen können, so das entgegen der ersten Meldung keine Menschenrettung durchgeführt werden musste. Das Ausbrennen des Kinderzimmers konnte nicht verhindert werden. Der Schaden wird, laut Aussage der Polizei, auf 50.000 Euro geschätzt. Die Räume des Hauses sind durch Verrußung stark in Mitleidenschaft gezogen.

Nach ersten Feststellungen geht die Polizei von einer technischen Ursache als brandursächlich aus.


Bericht der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung vom 18.02.2009:
Sarstedt (cha) Bei einem Feuer im Wellweg ist gestern ein Teil des Besitzes von BfS-Chefin Christel Brede und ihrer Familie verbrannt. Die Feuerwehr konnte den Brand im Kinderzimmer zwar zügig löschen. Doch der starke Qualm machte alle persönlichen Gegenstände im Obergeschoss unbrauchbar. „Wir haben jetzt nichts mehr zum Anziehen“, sagt die Politikerin, die erst vor rund einem Jahr von Schliekum nach Sarstedt gezogen war.

Um wenige Minuten nach 9 Uhr ging die Nachricht bei der Feuerwehr ein: In einem Haus im Wellweg brennt es. Als erster Retter war Einsatzleiter Friedhelm Ulrich vor Ort – allerdings in zivil, „Ich arbeitete gerade etwa 100 Meter entfernt auf einem Dach,als ich die Meldung bekam“, erklärt der Sarstedter Ortsbrandmeister, Während seiner Arbeit habe er noch nichts bemerkt, Doch als er sich zum Haus umdrehte, habe er dichten Hauch aus den Fenstern quellen sehen. Er eilte zum Brandort und koordinierte die Arbeiten in seiner Berufskleidung. Neben der Sarstedter Feuerwehr rückten auch die Ortswehren aus Heisede, Hotteln und Gödringen an. Die Polizei sperrte den Bereich ab. Rettungswagen rasten zum Wellweg.

Dort waren zu dieser Zeit neben der fünfjährigen Tochter des Hauses Joline, eine 41-jährige Haushaltshilfe sowie die 83-jährige Großmutter im frisch renovierten Gebäude Als die Feuerwehr eintraf, hatten die drei das Haus bereits verlassen. Christel Brede, Vorsitzende der Bürger für Sarstedt und ehemalige Ortsbürgsrmeisterin von Schliekum, ihr Ehemann Peter sowie die beiden Kinder Alicia und Marvin waren nicht im Haus.

Retter der Sarstedtsr Feuerwehr drangen jetzt mit Atemschutzgeräten in die stark verrauchte Wohnung im Obergeschoss ein. Sie konnten das Feuer im Kinderzimmer schnell löschen. Allerdings hatten der starke Qualm und die enorme Hitze schon sämtliche Gegenstande auf der Etage entweder verschmort oder durch den Rauch unbrauchbar werden lassen. Auf der Klage befanden sich unter anderem sämtliche Schlafzimmer inklusive der jeweiligen Kleiderschränke. „Wir besitzen jetzt nur noch die Kleidung, die wir gerade anhatten“, berichtete Christel Brede gestern Mittag, als ihr der Schreck vom Morgen noch in den Gliedern steckte.

Zu dieser Zeit hatten sich auch schon die Brandermittler der Hildesheimer Polizei verabschiedet Die Untersuchungen seien zwar noch nicht abgeschlossen. „Es deutet aber alles auf einen technischen Defekt hin“, sagte Claus Kubik, Sprecher der Hildesheimer Polizei. Viele Menschen klingelten nach dem Brand und erkundigten sich, wie es der Familie gehe. Die Familie musste sich allerdings auch bizarre Fragen gefallen lassen. Unter anderem fragten Schüler, ob die jüngste Tochter das Haus in Brand gesteckt habe, erzählte Christel Brede.
Für die Ermittler steht bisher fest, dass das Feuer in einer defekten Stromleitung entstand. Offenbar entzündeten Funken das Bett im Kinderzimmer, von hier aus griffen die Flammen auf den Rest des Hauses über. Die fünfjährige Joline entdeckte die Flammen und lief sofort zur Haushaltshilfe. Die versuchte zunächst, das Feuer selbst zu löschen. Weil dies nicht funktionierte, verließen sie gemeinsam mit der 83-Jährigen das Haus. Die ältere Dame bewohnt eine Einliegerwohnung unter dem Dach.

Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 50 000 Euro. Die gesamte obere Elage ist unbewohnbar. „Da muss man alles neu machen“, sagte Sarstedts Polizelspreeher Frank Müller Glück im Unglück hat Familie Brede allerdings hinsichtlich der beiden anderen Geschosse: Sowohl das Erd- als auch das Dschgeschoss sind kaum beiraffen Dort kann die Familie wohnen, bis das Obergeschoss renoviert ist. Allerdings muss sich die Familie bald neu einkleiden. „Wir haben nichts mehr zum Anziehen.“