Gegen 10:00 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren der Stadt Sarstedt zu einem Gefahrstoffunfall in einem Sarstedter Betrieb am Boksberg gerufen; angenommene Übungslage:
„Auslaufende gefährliche Flüssigkeit“
Hierzu wurde der Löschzug der Ortsfeuerwehr Sarstedt mit dem Gerätewagen Umweltschutz, sowie zwei weitere Fachgruppen für ABC – Gefahrenabwehrmaßnahmen verschiedener Ortsfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr Sarstedt alarmiert sowie die Gerätewagen Gefahrgut und Atemschutz der Berufsfeuerwehr Hildesheim bzw. der FTZ und ein Sanitätsdienst durch das DRK-Sarstedt bereitgestellt.
Die Einsatzkräfte stellten fest, dass in einer Halle rund 500 Liter eines angenommenen Fixiermittels für die Fotoentwicklung ausgelaufen waren. Der Großteil der Flüssigkeit wurde in einer speziellen Wanne aufgefangen, der Rest verteilte sich auf ca. 30 qm in der Halle. Geringe Mengen drohten in das Regenwasserkanalsystem zu laufen.
Aufgabe der Sarstedter ABC-Gruppe war es, unter Chemikalienschutzanzügen den Stoff zu identifizieren, die ausgelaufene Chemikalie mit speziellen Chemikalienbindern aufzunehmen, bzw. mittels einer Pumpe in andere Behältnisse umzufüllen.
Gleichzeitig erfolgte durch die Ortsfeuerwehren Giften, Ruthe und Schliekum die Einrichtung eines Dekontaminationsplatzes zur Reinigung der Einsatzkräfte beim Verlassen des Gefahrenbereiches.
Die Fachgruppe „Messen und Spüren“ der Ortsfeuerwehren Gödringen und Heisede stellten einen Sicherungs- und Messtrupp unter Chemikalienschutzanzug und dichteten mit den Hottelner Kräften vorsorglich das Regenwasserkanalsystem ab.
Hintergrund und Ziel der von ABC-Gruppenführer Nils Eichler und Stadtbrandmeister Uwe Meyer vorbereiteten Übung war ein Training der besonderen Einsatzmaßnahmen bei Einsätzen mit ABC-Gefahren kleineren Umfanges im Rahmen des neuen ABC-Einsatzkonzeptes der Stadtfeuerwehr.
Die Übung war gegen 11.45 Uhr beendet. Im Einsatz waren 60 Einsatzkräfte mit 13 Fahrzeugen.
In einer anschließenden ersten Übungsauswertung konnte das Erreichen des Übungszieles festgestellt
werden. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachgruppen hat funktioniert und auftretende Schwierigkeiten wurden umgehend gelöst.