Nachdem im laufe des Sonnabends die Meldestufe 3 der Innerste überschritten wurde und um 22:00 Uhr die für die Kernstadt kritische Marke von 3m am Hilfspegel Holztorstraße erreicht wurde, ist ein Krisenstab unter der Leitung von Stadtbrandmeister Uwe Meyer bestehend aus Führungskräften der Feuerwehr, Polizei, THW und Mitarbeitern der Stadt gebildet worden.

Ca. 80 Einsatzkräfte der sieben Ortsfeuerwehren der Stadt, 19 Kräfte des THW hatten die Aufgabe mittels Sandsäcke die Bereiche Brickelweg und Giesener Straße zu sichern.

Zuvor waren die Ortsfeuerwehren Giften, Schliekum und Ruthe zur nachbarschaftlichen Hilfe in der Gemeinde Giesen tätig.

Ab 0 Uhr hatte das THW am Busbahnhof Gymnasium eine Füllstation mit ca. 50 Tonnen Sand und 25.000 Sandsäcke für Einsatzkräfte eingerichtet.

Der Pegelstand der Innerste ist höher als beim Hochwasser 2003. Es ist damit zu rechnen, dass im Laufe des Tages der Grundwasserspiegel ansteigt und damit die Gefahr, dass im unmittelbaren und mittelbarem Innenstadtbereich die Gefahr der Überschwemmung besteht. Die Anwohner wurden unter anderem durch Lautsprecherdurchsagen informiert.

Für die Sicherung des eigenen Grundstückes ist die Möglichkeit geschaffen worden, am Festplatz Sandsäcke zu füllen. Da der Wasserstand noch kritisch ist, besteht weiterhin eine Bereitschaft im Feuerwehrhaus Sarstedt. Die dort eingesetzten ca. 110 Helfer hatten den ganzen Sonntag über zu tun um Gebäude zu sichern und Keller auszupumpen. Da sich die Lage bis Sonntag Nachmittag noch nicht wesentlich entspannt hat, setzt die örtliche Einsatzleitung ihre Arbeit weiterhin fort.