Die Ortsfeuerwehren Sarstedt und Groß Escherde, der THW Ortsverband Sarstedt und die DLRG Sarstedt haben vom 17. bis 19 August eine organisationsübergreifende Marschübung unter der Leitung von Kai Kaapke, Zugführer des THW, in Hoya durchgeführt.

Die Ziele der Übung waren das Üben bzw. Überprüfen der Koordinierungs- und Kommunikationsprozesse auf Führungsebene, das Üben bzw. Überprüfen des einheitsspezifischen Hilfeleistungspotenzials anhand entsprechend typischer Anforderung auf Gruppenebene, sowie das Kennenlernen der Persönlichkeiten, Ausstattungen und Arbeitsweisen der befreundeten Katastrophenschutzeinrichtungen auf lokaler Ebene. Dazu hatte die Bundesschule Hoya ihren Wasserübungsplatz bei Dörverden und den Landübungsplatz in Hoya für die verlagerte Standortausbildung freigegeben.

Um 17 Uhr trafen sich am Freitag die insgesamt 56 Teilnehmer der vier Einheiten, um die Abfahrbeitschaft herzustellen. Um kurz nach 18 Uhr starteten neun Fahrzeuge und machten sich als Marschkolonne auf den Weg nach Hoya, zum Wasserübungsplatz der Bundesschule des THW. Um 21:30 Uhr rollten die Fahrzeuge auf dem an der Weser gelegenen Übungsplatz.

Reichlich Arbeit wartete auf die Helfer. Zunächst mußte der Übungsplatz ausgeleuchtet werden und die Zelte aufgebaut werden. Anschließend trafen sich die Einheitsführer zu einer kurzen Lagebesprechung für den Samstag, bevor der Koch des THW Herwart Ploschke die Kameraden zu einem späten Abendessen bat.

Samstag früh starten die Einheiten mit einem Stationsausbildungsprogramm auf dem Land- und Wasserübungsplatz. Die Truppe am Wasserübungsplatz errichtete einen provisorischen Steg über den Weser-Seitenarm. Auf dem Landübungsplatz wurde ein Eisenbahnwagon mittels Greifzug wieder ins Gleisbett gehoben. Es konnten sogar Trenn- und Sägeübungen an einer Scheibe des ICE-Unglückzuges
von Eschede durchgeführt werden. Die Fachgruppe Elektroversorgung des THW trainierte parallel die Instandsetzung einer defekten 20KV-Stromleitung.

Such- und Bewegungstechniken im Brandeinsatz unter Nullsicht konnte ebenfalls geübt werden. Bis 17 Uhr waren alle Helfer entsprechend beschäftigt, um die gestellten Aufgaben zu bewältigen. Alle beteiligten freuten sich schon auf das Abendessen. Doch die Übungsleitung hatte noch einen Trumpf im Ärmel. Die Einheiten wurden zu einem Übungsbrand abgerufen, bei dem 2 Personen aus dem Gebäude gerettet werden mußten. Eine Aufgabe die für die Feuerwehr nicht weiter schwierig erschien. Doch kurz nachdem die Trupps ins 1 Obergeschoß vorgedrungen sind, kam es zu einer Gasexplosion im Keller und das Treppenhaus galt als eingestürzt. Die Gruppe des THW unterstützte nun die Rettung durch einen Leiterhebel, um die Verletzen schnell aus dem Gebäude zu bekommen. Die Zweite Bergungsgruppe des THW sicherte eine vom Einsturz bedrohte Hauswand mit einem Stützbock ab.

Im späteren Verlauf der Übung stellte sich heraus, dass zeitgleich zur Übung, in Ruthe der Wohnungsbrand mit Menschenrettung stattfand.

Nach dem Abendbrot sassen alle Helfer sichtlich geschafft, aber in gemütlicher Runde beisammen, um den Tag ausklingen zu lassen. Am Sonntag wurde nach dem Ausschlafen mit dem Abbaumassnahmen begonnen. Um 11 Uhr war die Abmarschbereitschaft hergestellt und begab sich als Marschkolonne auf den Weg in die Heimat. Um 14 Uhr in Sarstedt angekommen, konnte nach dem verstauen aller Geräteschaften Übungsende gegeben werden. Insgesamt haben alle Helfer viel Spaß bei der Übung gehabt und die gesetzten Ziele wurden zur Zufriedenheit erreicht.

weitere Bilder in der Bildergalerie