Explosion bei Schweißarbeiten – Vier vermisste Personen. Schwierige Brandbekämpfung, da keine Wasserversorgung auf dem Gelände existiert. So die Ausgangslage einer Alarmübung der Ortsfeuerwehren Sarstedt und Schliekum, die am Donnerstag abend auf dem ehemaligen Gelände der Firma Holzmann, Wenderter Straße, durchgeführt wurde.

Um 19:07 Uhr ließ die Übungsleitung, betehend aus Ulrich Meyer, stellv. OrtsBM Sarstedt und Lars Brinkmann, OrtsBM Schliekum den Alarm auslösen. Als kurz danach das Tanklöschfahrzeug an der Einsatzstelle eintraf, wurde mit zwei Atemschutztrupps die Menschenrettung eingeleitet. Die Sicht im betroffenen Gebäudeteil war durch starke Rauchenwiklung sehr eingeschränkt. So wurde nach Eintreffen der Ortsfeuerwehr Schliekum zwei weitere Trupps zu Menschenrettung eingesetzt.

Während der Suche stießen die Trupps auf ein Schweißgerät im Brandbereich. Die Gefahr der Explosion der erwärmten Acetylen-Flasche hatte nun oberste Priorität. Die Flasche wurde schnell ins Freie transportiert und von einem Trupp aus der Deckung heraus gekühlt.

Der stellv. Zugführer Rüdiger Schulz übernahm die Einsatzleitung. Während die Personenrettung im vollen Gange lief, galt es nun parallel die Brandbekämpfung einzuleiten. Da auf dem Gelände keine funktionierende Wasserentnahmestelle mehr existiert, mußte eine Schlauchleitung über lange Wegestrecke aus dem Wohngebiet der Wenderter Str. aufgebaut werden. Innerhalb kürzester Zeit konnte das Löschgruppenfahrzeug Sarstedt eine Versorgungsleitung bis zur Drehleiter herstellen. Mittels Wenderohr der Drehleiter wurde der Brand, der mittlerweile das Dach der Halle durchgeschlagen hat, bekämpft.

Die vier Personen, die sich im Gebäude befanden, wurden indessen an den Rettungsdienst übergeben. Nach knapp einer Stunde konnte die Übungsleitung Feuer aus vermelden. Nachdem alle Gerätschaften wieder einsatzbereit verstaut waren, gab es die obglitorische Manöverkritik. Zu Kritisieren gab es jedoch nichts.