Beim Übungsdienst der Feuerwehr Schliekum stand die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger im Vordergrund. Der Atemschutzbeauftragte André Sinna hatte die Ausbildung für die vier bereitstehenden Trupps vorbereitet.

Für den ersten Trupp galt es, in der Fahrzeughalle eine vermisste Person zu suchen. Um die Aufgabe realistischer zu gestalten, wurde eine vollständige Verrauchung der Halle angenommen, sodass die Trupps buchstäblich die Hand vor Augen nicht erkennen konnten (Nullsicht). Erreicht wurde diese Nullsicht durch schlichtes Abdecken der Sichtscheibe der Atemschutzmaske und Abdunkeln der Halle. Zusätzlich waren zahlreiche Hindernisse in der Halle aufgebaut. Dadurch hatte der vorgehende Trupp sichtlich Mühe voranzukommen. Plötzlich kam von dem vorgehenden Atemschutztrupp der Funkspruch: „Mayday, Mayday, Mayday, hier Trupp 1, Truppmann bewusstlos!“ Ein sogenannter Atemschutznotfall war eingetreten. Sofort setzte sich der Sicherungstrupp in Marsch, um den in Not geratenen Trupp zu retten. Weitere Atemschutztrupps folgten.

Am Ende der Ausbildung waren sich die eingesetzten Atemschutzgeräteträger einig: Das Atemschutztraining war eine gute Erfahrung, insbesondere das Vorgehen in unbekanntem Terrain unter Nullsicht. Auch wenn die Ausbildung körperlich sichtlich anstrengend für die Teilnehmer war.

Auch für diejenigen, die keine Atemschutzgeräte tragen dürfen, war die Ausbildung lehrreich. Für sie galt es, die Trupps beim Ausrüsten zu unterstützen und die Atemschutzüberwachung durchzuführen. Herausfordernd war dabei insbesondere die Verständigung mit den Trupps über Funk.