Bei strahlendem Sonnenschein erstürmten am 1. Mai zahlreiche Kinder den reich geschmückten Ruther Maibaum. Mit erwartungsvollen Kinderaugen blickten die Kinder auf die Maikrone an der zahlreiche Leckereien hingen. Die dann so scheinbar unerreichbar hoch über den Kinderköpfen im blauen Maihimmel hingen, nachdem die Feuerwehr Ruthe den Maibaum aufrichtete. Doch schnell bildeten die Kinder eine Schlange, um möglichst bald eine der Leckereien vom Baum pflücken zu können. Die Geduld wurde jedoch noch etwas strapaziert, denn die Traditionen werden beim Maibaumaufstellen in Ruthe gepflegt. Und so wurde nach dem Aufstellen des Baumes um Punkt 12:00 Uhr erst das Mailied gesungen. Dieses Jahr hatte sich die Jugendfeuerwehr Ruthe kurzfristig entschlossen das Mailied vorzutragen. Begleitet von Ortsbürgermeister Manfred Furich mussten die ungeduldigen Kinderohren alle 5 Strophen des Liedes „Der Mai ist gekommen“ abwarten. Erst dann gab Ortsbrandmeister Wolfgang Lühmann den Maibaum für die große Plünderung frei. Dabei kam traditionell der Besen der Ruther Feuerwehr zum Einsatz, denn nur die Größeren schafften den glatten Stamm des Maibaumes ohne fremde Hilfe zu erklimmen. Und so mussten die Feuerwehrkameraden Ingo Klopsch und Harald Kellner viele kleine Kinderpopos mit dem Besen den Maibaum hochschieben. In Ruthe geht niemand leer aus, selbst wer sich gar nicht traut oder doch noch zu klein ist, um sich sicher am Stamm festzuhalten, bekam etwas. Die Mädchen der Jugendfeuerwehr unter dem Kommando von Jugendsprecherin Navina Fränznick verteilten unter den Kleinsten Süßigkeiten. Gelegentlich durften auch mal erwachsene Hände in den Korb greifen, wenn die neidischen Augen der Eltern zu groß wurden. Am frühen Nachmittag läutete Ortsbrandmeister Wolfgang Lühmann mit der letzten Getränke-Runde das Ende einer wiedermal gelungenen Veranstaltung ein.