„Böschungsbrand im Bereich der Feldscheune in Schliekum“ lautete die erste Meldung beim Übungsdienst des dritten Löschzuges der Stadtfeuerwehr. Zum dritten Löschzug gehören die Ortsfeuerwehren Giften, Ruthe und Schliekum. Bei regelmäßigen gemeinsamen Diensten üben die drei Ortsfeuerwehren die Zusammenarbeit.

Bei Eintreffen der Ortsfeuerwehr Schliekum am Übungsobjekt zeigte sich, dass der angenommene Böschungsbrand aufgrund der Windrichtung auf die Feldscheune überzugreifen drohte. Für die gleichzeitige Bekämpfung des Böschungsbrandes und die Abriegelung der Feldscheune war die Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz jedoch nicht ausreichend. Aus diesem Grund musste Wasser von der Leine bis zur Feldscheune transportiert werden. Die Ortsfeuerwehr Ruthe wurde daher an der Leine eingesetzt. Dort bauten die Einsatzkräfte eine Wasserentnahmestelle auf und verlegten eine Schlauchleitung über die Treppe zur Oerier Straße. Die Ortsfeuerwehr Giften übernahm und verlegte die Schlauchleitung weiter die Oerier Straße hinauf bis zur Feldscheune.

Bei der Übung konnten die Einsatzkräfte die Löschwasserversorgung über lange Wegestrecke für den Bereich des Übungsobjektes trainieren. Dies ist nicht nur für die dort gelegene Feldscheune wichtig, sondern insbesondere auch für das landwirtschaftliche Anwesen in diesem Bereich.

Der Übungsdienst wurde vor dem Hintergrund der anstehenden Vollsperrung der Ortsdurchfahrt Ruthe im Zuge der dortigen Straßenerneuerung gleichzeitig als Anfahrübung für die Ortsfeuerwehr Giften genutzt. Diese musste über Rössing, Schulenburg und Jeinsen anfahren. Aufgrund der längeren Anfahrt – auch für weitere Einsatzkräfte aus Sarstedt – wird während der Vollsperrung bei bestimmten Einsätzen im Bereich Ruthe und Schliekum ergänzend die Stadtfeuerwehr Pattensen in die Alarmierung einbezogen werden.

Bei der abschließenden Manöverkritik zeigte sich Zugführer Wolfgang Lühmann zufrieden vom Ablauf der Übung, auch wenn es an der einen oder anderen Stelle noch geringfügige Optimierungsmöglichkeiten gäbe.