Viel Aktion schon in den ersten 3 Tagen dieser Woche bei der Feuerwehr Sarstedt

Am Montag Morgen kam der Alarm: bei Bauarbeiten sei eine Gasleitung beschädigt worden, Explosionsgefahr in der Hildesheimer Straße. Und dass zu einer Zeit, wo Gott sei Dank nicht mehr so viel auf der Hauptverkehrsstraße Richtung Hildesheim los ist. Wir wurden gemeinsam mit dem Energieversorger für Gas, der Polizei und dem Rettungsdienst zur Einsatzstelle gerufen. Es war beim Eintreffen noch Gasgeruch wahrnehmbar. Der Energieversorger stellte die betroffene Leitung ab und hat das anliegende Haus freigemessen. Im gesamten Zeitraum war unsererseits der Brandschutz durch einen Atemschutztrupp und einem aufgebauten Löschangriff sichergestellt.

Details zum Einsatz

Dienstag ging es mit dem Gefahrgutzug Nord 1 des Landkreises Hildesheim nach Emmerke. Eine Chemikalie in einer dortigen Firma soll ausgetreten sein. Wir waren mit dem ELW und dem GW-L1, welcher extra für Gefahrguteinsätze Material mit sich führt, dabei. Der ELW hat zusammen mit dem Zugführer des Gefahrgutzuges die Leitung übernommen. In der Zwischenzeit sind die Kameraden, die die Ausbildung als Atemschutzgeräteträger (AGT) haben, in den sogenannten Chemikalienschutzanzug (CSA) geschlüpft und haben erste Anweisungen ausgeführt.

Der Gefahrgutzug setzt sich aus den Feuerwehren der Stadt Sarstedt sowie den Gemeinden Giesen, Harsum und Algermissen zusammen und wurde 1997 ins Leben gerufen. Regelmäßig, so auch in diesem Fall, wird geübt, sodass man im Ernstfall fit für den Einsatz ist.

An dieser Stelle vielen Dank an Meik Gerecke aus der Feuerwehr Ahrbergen, der uns die Bilder zu Verfügung gestellt hat.

 

Standard-Löscheinsatz stand am Mittwoch auf dem Programm. Jeder Bürger hofft, wenn die „Hütte“ Lichterloh in Flammen steht oder der Rauchwarnmelder in der Nachbarwohnung piept, wir schnelle und qualifizierte Hilfe leisten können. Dies muss geübt werden. Wir wollen schneller werden, damit wir unseren Bürgern besser zur Seite stehen können.

So wurden  gestern drei verschiedene Situationen geübt. Jeweils wurde das Tanklöschfahrzeug besetzt. Zweimal mit einer Löschgruppe und einmal mit einer Löschstaffel. Das erste Szenario war ein normaler Zimmerbrand. Es war unklar, ob noch Personen in der betroffenen Wohnung waren. Gruppenführer Marc Anders hatte sich zuvor für eine Löschgruppe mit 4 AGT entschieden. So konnten die vielen Aufgaben an der ,“Einsatzstelle“ auf viele Schultern verteilt werden. Schnell konnte der Angriffstrupp in den verrauchten Raum, der mittels Türöffnungsprozedur und gutem Schlauchmanagement betreten wurde. Eine Übungspuppe konnte erfolgreich gerettet werden.

Im zweiten Fall hatte Andreas Kumpfe den Posten als Gruppenführer. Er entschied sich mit einer Staffel zufahren, d. h. sechs Leute waren insgesamt dabei. In dieser Stärke ist ungefähr die Besetzung werktags, weil die meisten von uns arbeiten sind. Auch hier wurde ein Zimmerbrand simuliert, bei dem diesmal von vornherein klar war, dass sich in der Brandwohnung noch eine Person befindet. Es mussten die gleichen Aufgaben bewältigt werden wie in der Übung zuvor, nur mit weniger Personal. In diesem Fall hatte Andreas Kumpfe auch noch einen hysterischen Hausmeister vor die Nase gesetzt bekommen. Dieser hatte wichtige Informationen, die unbedingt abgerufen werden mussten. Vor allem war hier die Erfahrung von Andreas gefragt, einen Einsatz schnell und sicher zu starten, und gleichzeitig den fingierten Hausmeister zu beruhigen. Trotz der großen Anforderung an das Team, ist eine gute Zeit erreicht worden.

Die dritte Übung war ein Außenangriff. Patrick Luczak hat mit seinen neun Mann (eine Löschgruppe), die Meldung bekommen: Carport in Vollbrand. Hier galt es die umliegenden Gebäude zu schützen. Aufgrund der kurzen Wege ging es hier etwas fixer als bei den beiden Innenangriffe zuvor.

Der Ausbildungsdienst ist zeitlich etwas überzogen wurden, da aufgrund der großen Motivation der Truppe, drei Szenarien anstatt zwei abgearbeitet wurden. Um 21.20 Uhr ging es dann in den Aufenthaltsraum mit einem wohlverdienten kalten Getränk.