Zu einem lustigen gemeinsamen Wochenende haben sich 11 Mitglieder der TüTa-Kids und 16 Jugendliche der Schliekumer Jugendfeuerwehr mit ihren 5 Betreuern getroffen.

Die Zeit für eine lange Anreise in eine auswärtige Unterkunft konnte eingespart werden. Kurzerhand wurde das Lager im Schliekumer Dorfgemeinschaftshaus aufgeschlagen. Schnell herrschte Einigkeit, wer sein Bett neben wem aufschlägt. Als Versorgungszentrale diente das benachbarte Feuerwehrhaus. Bei den Mahlzeiten war die lange Tafel bis auf den letzten Platz gefüllt und die Jugendlichen haben einstimmig die Erwachsenen an den Katzentisch ausquartiert.

Los ging es mit einem unterhaltsamen Kennenlernspiel. Jugendsprecher und Betreuer der Kinderfeuerwehr Sören musste seine Augen offen halten, um Schummler schnell zu entlarven.

Das erste Mittagessen haben die Teilnehmer bereits zu Hause vorbereitet und mit den gefüllten Schalen, Platten und Tellern ein vielseitiges Buffet organisiert.

Die Kids haben sich im Vorfeld gewundert, warum Tuschkittel und -pinsel mit auf der Packliste standen. Eigentlich für eine Jugendfreizeit der Schliekumer Feuerwehr eher untypisch. Trotz vieler Nachfragen haben alle Betreuer dicht gehalten und vorab nichts verraten. Jugendfeuerwehrwart Kai lüftete das Geheimnis. Jeder sollte zwei Feuerwehrautos aus Sperrholz mit Laubsägen aussägen und anmalen. Daraus entstand ein Stifthalter. Für die TüTa-Kids war es teilweise der erste Kontakt mit Laubsägen und schnell war handwerkliches Geschick erkennbar. Alle Vorlagen sahen im Vorfeld gleich aus. Am Ende ist eine ganze Flotte individueller Feuerwehrfahrzeuge entstanden. Jeder konnte sein individuelles Andenken an diese tolle Freizeit mit nach Hause nehmen.

Gegen 17 Uhr hieß es warm anziehen und los ging es zu Betreuer Dominik in den Garten. Wer Feuer löschen will, muss erstmal wissen wie man es anbekommt. Gemeinsam arbeiteten alle daran, dass bald zwei ordentliche Lagerfeuer loderten, die Zutaten fürs Abendessen kleingeschnitten griffbereit standen und der Hefeteig für das spätere Stockbrot aufgehen konnte. Erstmals wurde der legendäre Feuertopf für 30 Personen in einem Dutch Oven direkt im Feuer gekocht. Beim Abschmecken hatte Justin die Verantwortung für die richtige Schärfe und wurde von Fabienne mehrmals ermahnt, nicht zu scharf zu würzen.

Bei der Nachtwanderung war der Mut der jungen Brandschützer gefragt. „Ich hatte fast keine Angst“, verkündete der 6-jährige Theo stolz beim Stockbrotessen am Lagerfeuer.

Nach einer kurzen, stürmischen Nacht – trotz Zeitumstellung – begann der nächste Morgen mit Musik zum Wecken. Der Tischdienst bereitete das Frühstück vor und der Klodienst sorgte für Ordnung in den Waschräumen. Die Einweghandschuhe und die Sprühflasche mit dem Putzmittel sorgten für sehr lustige Stimmung. Doch bevor das Frühstück starten konnte, hatten alle die Gelegenheit, die Sirene aus nächster Nähe zu hören und das Treiben am Feuerwehrhaus bei einem Einsatz mitzuerleben.

Viel Zeit zum Verweilen blieb nicht. Das nächste Ziel war eine Kettcar-Safari durch die Leinemasch mit der Firma Gokart Team (www.gokart-team.de). Es war ein beeindruckendes Bild, wie über 30 Fahrzeuge mit Muskelkraft die schlammigen Wege in eine Rennstrecke verwandelten. Auch bei den kühlen Temperaturen kam jeder ins Schwitzen. Da Betreuer Chris noch ordentlich Power hatte, wurde kurzerhand das Fahrzeug von Johanna hinter sein Kettcar gehängt und schon sausten beide in gemäßigtem Tempo durch die Gegend. Sören hatte seinen Spaß dabei, die steckengebliebenen TüTa-Kids-Fahrzeuge aus den großen Schlammpfützen zu schieben und alle motivierten sich gegenseitig, die Tour gemeinsam mit eigener Muskelkraft zu Ende zu bringen. Eine lange Rutsche am Wegesrand setzte die letzten Kräfte frei und so manch einer sauste in halsbrecherischem Tempo hinunter.

Um den Leineschlamm los zu werden, stand als nächstes ein Abstecher ins Sarstedter Innerstebad auf dem Programm. In Schliekum wieder angekommen, musste Oskar erstmal Füße waschen. Seine Socken und Schuhe waren so dreckig von der Kettcar-Tour, dass die Füße gleich wieder schwarz waren.

Mit großem Hunger verputzen alle abends die selbst gebauten Hamburger bis auf den letzten Krümel. Nils hatte alle Hände voll zu tun, genügend Pattis zu braten, um alle satt zu bekommen.

Bei der anschließenden Disko tanzten nahezu alle wild durcheinander und Luis versuchte, jeden Musikwunsch zu erfüllen.

Das Aufstehen am Montag fiel besonders schwer. Aber schon vorm Frühstück hieß es Sportsachen anziehen und los ging der lustige Frühsport auf dem Spielplatz.

Um alle Jugendlichen zu transportieren waren die Mannschaftstransportwagen aus Sarstedt und von der Kreisjugendfeuerwehr ausgeliehen worden. Diese mussten sauber zurück und so hatten Susi und Paula beim Waschen der Fahrzeuge noch ordentlich Spaß.

Nach einem aufregenden Ballspiel trat gegen Mittag der müde Feuerwehrnachwuchs den Heimweg an und konnte zu Hause begeistert von einem tollen Wochenende berichten.

Um bald wieder so eine Freizeit durchführen zu können, hat sich die Kinder- und Jugendfeuerwehr bei der Bäckerei Steinecke um einen Zuschuss für die nächste Freizeit beworben. Das Voting beginnt im Dezember in allen Filialen der Bäckerei Steinecke. Die Schliekumer hoffen auf viel Unterstützung!!!