Der 1. Löschzug der Stadtfeuerwehr Sarstedt ist im Dienst der Kreisfeuerwehrbereitschaft 1 vom Landkreis Hildesheim am Freitagnachmittag zu einer 2 Tage Übung aufgebrochen. Die Ortsfeuerwehren Gödringen, Hotteln und Heisede haben sich unter Leitung von Zugführer Sebastian Will in der Karl Schiller Straße getroffen. Der MTW der Ortsfeuerwehr Sarstedt besetzt mit 2 Kameraden dient dem Zugführer als Führungsfahrzeug. Insgesamt waren 122 Einsatzkräfte an dieser Übung beteiligt.

Als Einsatzbereitschaft hergestellt wurde, verlegte die Feuerwehrbereitschaft 1 in die Gemeinde Nordstemmen, wo die Unterkunft bezogen wurde. Nachdem die Feldbetten ausgegeben, aufgebaut und das Quartier bezogen wurde, gab es die ersten Einsatzaufträge. Der 1. und 2. Zug fuhren zu einer ehemaligen Gärtnerei, der 3. und 4. Zug zu einer Schule. Die Sarstedter Einsatzkräfte mussten die unbekannte Lage erkunden. Es gab ein stark verqualmtes Gebäude und ein angrenzendes Arenal, auf dem 6 Personen und ein Kind nach einer Explosion vermisst wurden. Sofort wurden mehrere Trupps zur Menschenrettung unter Atemschutz eingesetzt und das Arenal nach weiteren Personen abgesucht. Eine Person wurde über eine Steckleiter gerettet. Die Wasserversorgung musste aufgebaut werden, die Einsatzstelle ausgeleuchtet werden und die Betreuung der Verletzten vorbereitet werden. Eine Person war eingeklemmt und musste vom 2. Zug mit schwerem Gerät befreit werden. Der 1. Zug rettete unter massiven Atemschutzeinsatz 5 Personen und 1 Kind aus dem stark verqualmten Gebäude. Nachdem die Übung erfolgreich abgearbeitet wurde, musste alles zurückgebaut werden, bevor es zurück zur Unterkunft ging. Die Übungslagen wurden von der Führungsgruppe der Feuerwehrbereitschaft 2 ausgearbeitet. Bei der Nachbesprechung mit den Zugführern zeigten sich die Übungsbeobachter sehr zufrieden mit dem schnellen und kontrollierten Vorgehen. Alle Ziele wurden erreicht und zur vollsten Zufriedenheit erledigt. Gegen 23 Uhr gab es für alle Einsatzkräfte Verpflegung durch das DRK Sarstedt und Bad Salzdetfurth. Anschließend ging es in einen gemütlichen Kameradschaftsabend über. Um Mitternacht wurde ein Ständchen für den Bereitschaftsführer gesungen, da dieser Geburtstag hatte.

Am Samstagmorgen wurde das Quartier geräumt und die Feldbetten zurückgebaut. Nach dem Frühstück wurde erneut Einsatzbereitschaft hergestellt. Nun wurde die Feuerwehrbereitschaft in Marsch gesetzt, mit dem Ziel Sportplatz Sibbesse. Hier angekommen, wurde die Führungsgruppe der Feuerwehrbereitschaft 1 in die Übungslage Waldbrand eingewiesen. Der Sammelplatz wurde verlegt und die Züge erhielten ihre Einsatzaufträge. Es wurden über 2,1 Kilometer Schlauchleitungen verlegt und im Pendelverkehr gearbeitet. Der Höhenunterschied von 140 Meter musste mit den Schlauchleitungen überwunden werden. Es wurden mehrere Verstärkerpumpen in die Förderleitung eingebaut. Als hier alles abgearbeitet und zurückgebaut war, gab es eine Nachbesprechung der Zugführer mit den Führungsgruppen. Diese Übung wurde ebenfalls von der Führungsgruppe der FB 2 ausgearbeitet. Auch hier wurden die gestellten Ziele erreicht. Es wurden auch Tipps für zukünftige Übungen mitgenommen. Solch große Übungen werden immer von anderen Führungsgruppen ausgearbeitet, damit keiner die Einsatzlage kennt und die Einsatzkräfte wie im Realfall arbeiten.

Unter den Einsatzkräften der Stadtfeuerwehr Sarstedt war auch Stadtbrandmeister Jens Klug. Am späteren Samstagnachmittag waren alle Einsatzkräfte ziemlich erschöpft wieder zuhause. Hinzu kam der über 10 Stunden dauernde Gefahrguteinsatz am Donnerstag in Sarstedt, an dem bereits einige Einsatzkräfte beteiligt waren. Die Ortsfeuerwehr Hotteln wurde Samstagabend gegen 21:40 Uhr noch zu einem Einsatz auf die Bundesautobahn alarmiert.

Alle beteiligten Einsatzkräfte versehen ihren Dienst ehrenamtlich und unentgeltlich neben ihrem Beruf, neben anderen Hobbys und neben ihrer Familie. Zum Schutz und im Einsatz für die Allgemeinheit.