Seit März ruhte bei der Stadtfeuerwehr Sarstedt das Dienst- und Ausbildungsgeschehen. Nun haben die Lockerungen der aufgrund der Corona-Pandemie getroffenen Einschränkungen auch die Feuerwehr erreicht.

Wichtig ist es an dieser Stelle zu erwähnen, dass die Einsatzbereitschaft der Stadtfeuerwehr Sarstedt nie gefährdet war und die ehrenamtlichen Kräfte auch unter Pandemiebedingungen zahlreiche Einsätze bewältigt haben.

Durch die Landesregierung wurde die Wiederaufnahme des Dienstbetriebes der Feuerwehren des Landes Niedersachsen im Juni geregelt. Ergänzt werden diese Regelungen durch Erlasse und Handlungsempfehlungen der entsprechenden Stellen. Mit diesen Vorgaben hat Stadtbrandmeister Jens Klug mit seinen beiden Stellvertretern Sebastian Blaut und Dr. Lars Brinkmann eine Corona-Dienstanweisung für die Feuerwehren der Stadtfeuerwehr Sarstedt entwickelt und herausgegeben.

Dort sind die durch die Landesregierung geforderten Eckpunkte der Niedersächsischen Verordnung wiederzufinden. Beispiele sind:

– Abstand von mindestens 1,5 m

– die Gruppengröße darf zehn Personen nicht überschreiten

– Gruppen dürfen nicht durchmischt werden

– Umkleiden nur in kleinen Gruppen

– die Fahrzeugbesatzung muss einen Mund-Nasen-Schutz tragen

– die Fahrzeugbesatzung ist zu reduzieren

– nach Beendigung des Dienstes sind das Fahrzeug und die Gerätschaften zu reinigen und zu desinfizieren

– das Feuerwehrhaus ist spätestens 30 Minuten nach Dienstschluss zu verlassen

Die Einsatzabteilung der Stadtfeuerwehr Sarstedt hat ab dem 08.06.2020 ihren Dienst wieder aufgenommen. Die Ortsbrandmeister der einzelnen Ortsfeuerwehren haben selbständig eine Gruppeneinteilung ihrer Ortsfeuerwehr vorgenommen und den Dienst und Ausbildungsbetrieb mit Erfolg anlaufen lassen.

Wichtig ist, dass genügend Abstand zwischen den einzelnen Kameradinnen und Kameraden eingehalten wird und dass die Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Natürlich sind dies Eingriffe in den Dienstbetrieb. Aber sollte eine Gruppe durch den Corona-Virus ausfallen, stehen immer noch genügend Einsatzkräfte zur Verfügung, so dass nicht eine ganze Ortsfeuerwehr durch eine mögliche Quarantäne ausfallen muss.

Stadtbrandmeister Jens Klug

Klug hofft, dass alle seine Einsatzkräfte gesund bleiben.

Die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden freuen sich sehr darüber, dass sie nach 13 Wochen endlich ihr Hobby und Ehrenamt wieder ausüben dürfen.

Die Kinder- und Jugendfeuerwehren werden aller Voraussicht nach den Dienst- und Ausbildungsbetrieb nach den Sommerferien wieder aufnehmen.