{"id":1319,"date":"2015-05-02T17:01:30","date_gmt":"2015-05-02T15:01:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ff-sarstedt.de\/stadt\/?page_id=1319"},"modified":"2016-03-25T10:13:44","modified_gmt":"2016-03-25T09:13:44","slug":"erster-abschnitt-die-zeit-bis-1930","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ff-sarstedt.de\/stadt\/heisede\/wir-ueber-uns\/chronik\/erster-abschnitt-die-zeit-bis-1930","title":{"rendered":"1. Abschnitt: Die Zeit bis 1930"},"content":{"rendered":"<p>In fr\u00fcherer Zeit, insbesondere in den eng gebauten St\u00e4dten und Siedlungen, waren Feuersbr\u00fcnste st\u00e4ndig wiederkehrende, existenzbedrohende Katastrophen, denen unsere Vorfahren hilflos ausgeliefert waren. \u00c4lteste uns zur Verf\u00fcgung gestellte Urkunden aus der Dorfchronik zeugen von dem Bem\u00fchen, die Gefahr durch geeignete Ma\u00dfnahmen abzuwenden. So legte die k\u00f6nigliche Landdrostei des Amtes Ruthe in einem Brief vom 15. Mai 1855 an den Gemeindevorstand von Heisede u. a. Folgendes fest:<\/p>\n<p>1. Mit R\u00fccksicht auf die Feuerverordnung vom 25. August 1775 haben alle hausbesitzenden Gemeindemitglieder einen ledernen Feuereimer zu halten.<\/p>\n<p>2. Zur Anschaffung von Feuerger\u00e4tschaften werden j\u00e4hrlich folgende Gelder erhoben:<br \/>\n1 Mark f\u00fcr einen B\u00fcrger, Ackermann, oder K\u00f6thner<br \/>\n12 Pfennig f\u00fcr einen Brinksitzer oder Anbauer<br \/>\n8 Pfennig f\u00fcr einen H\u00e4usling.<\/p>\n<p>Weitere Dekrete befassen sich mit dem ungef\u00e4hrlichen Anlegen von Korn-Diemen, mit der Ablagerung hei\u00dfer Asche und \u00c4hnlichem.<\/p>\n<p>Aus der Zeit um 1860 stammt die erste Heiseder Handdruckspritze, die bis 1942 treu ihre Dienste tat. Die Spritze wurde zu damaliger Zeit zusammen mit der Gemeinde Gleidingen betrieben. Die jahrzehntelange Zusammenarbeit beider Gemeinden im Feuerl\u00f6schwesen ist durch zahlreiche Dokumente belegt. Sie m\u00fcndete schlie\u00dflich um die Wende zum Zwanzigsten Jahrhundert im jeweils selbstst\u00e4ndigen Ankauf von bisher gemeinsam genutzten Ger\u00e4tschaften.<\/p>\n<p>Ein entscheidendes Datum f\u00fcr die Entwicklung des Feuerl\u00f6schwesens ist der 1. April 1902. Hier trat die \u201cPolizeiverordnung betreffend der Regelung des Feuerl\u00f6schwesens\u201d in Kraft, herausgegeben von Seiner Excellenz dem Grafen zu Stolberg-Wernigerode. Sie galt f\u00fcr die preu\u00dfische Provinz Hannover und st\u00fctzte sich auf eine allgemeine Verf\u00fcgung \u00fcber die Regelung des Feuerwehrwesens, die Preu\u00dfens Innenminister Freiherr von der Recke am 28. Dezember 1898 in Berlin erlie\u00df.<\/p>\n<p>Die Polizeiverordnung forderte in jeder Stadt \u2013 und Landgemeinde, sofern diese nicht einem Spritzenverband angeh\u00f6rte oder auf eine Berufsfeuerwehr zur\u00fcckgreifen konnte, die Einrichtung einer Feuerwehr mit folgenden Abteilungen:<\/p>\n<p>1. Zur Bedienung der Spritze<br \/>\n2. Zur Ausbildung des Steigerdienstes sowie zum Retten von Menschen, Vieh und Habe<br \/>\n3. Zur Herbeischaffung von Wasser<br \/>\n4. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung und Bewachung der geretteten Sachen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in vielen umliegenden D\u00f6rfern Feuerwehren auf Basis der Freiwilligkeit gegr\u00fcndet wurden, begann in Heisede eine Pflichtfeuerwehr ihre T\u00e4tigkeit.<\/p>\n<p><center><a href=\"https:\/\/www.ff-sarstedt.de\/stadt\/?page_id=1322\">\u27a2 <b>WEITER ZUM N\u00c4CHSTEN ABSCHNITT<\/b> \u27a2<\/a><\/center><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In fr\u00fcherer Zeit, insbesondere in den eng gebauten St\u00e4dten und Siedlungen, waren Feuersbr\u00fcnste st\u00e4ndig wiederkehrende, existenzbedrohende Katastrophen, denen unsere Vorfahren hilflos ausgeliefert waren. \u00c4lteste uns zur Verf\u00fcgung gestellte Urkunden aus der Dorfchronik zeugen von dem Bem\u00fchen, die Gefahr durch geeignete Ma\u00dfnahmen abzuwenden. So legte die k\u00f6nigliche Landdrostei des Amtes Ruthe in einem Brief vom 15. 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