{"id":1322,"date":"2015-05-02T17:02:07","date_gmt":"2015-05-02T15:02:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ff-sarstedt.de\/stadt\/?page_id=1322"},"modified":"2016-03-25T10:13:54","modified_gmt":"2016-03-25T09:13:54","slug":"zweiter-abschnitt-die-zeit-von-1930-1945","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ff-sarstedt.de\/stadt\/heisede\/wir-ueber-uns\/chronik\/zweiter-abschnitt-die-zeit-von-1930-1945","title":{"rendered":"2. Abschnitt: Die Zeit von 1930-1945"},"content":{"rendered":"<p>Am 26. M\u00e4rz 1930 fand die offizielle Gr\u00fcndung der Freiwilligen Feuerwehr Heisede statt. Laut Gr\u00fcndungsprotokoll trafen sich im \u201cGasthof Dapolinhaus\u201d (heute \u201cLandhaus Heisede\u201d) zahlreiche Gemeindemitglieder unter der Leitung des Gemeindevorstehers Louis Meyer. Spontan verpflichteten sich 22 Personen durch Unterschrift zum freiwilligen Dienst.<\/p>\n<p>Das erste Kommando wurde wie folgt gew\u00e4hlt:<\/p>\n<p>1. Hauptmann: Wilhelm Lippel,<br \/>\n2. Hauptmann: Heinrich Dormeier,<br \/>\nObersteiger: Heinrich Hattenkerl,<br \/>\nstellvertretender Obersteiger: Friedrich Wissel,<br \/>\nSpritzenmeister: Heinrich Prellberg,<br \/>\nstellvertretender Spritzenmeister: Ernst Wolkenhauer,<br \/>\nSchriftf\u00fchrer: Heinrich Busche<\/p>\n<p>Am 14. April 1930 fand die erste \u201c\u00dcbung\u201d im Saal des Gasthofes Dapolinhaus statt. Da man noch keine Ausr\u00fcstung besa\u00df, wurden lediglich Abteilungen eingeteilt und \u201cnach einigen kurzen Kommandos seitens des 1. Hauptmannes war die denkw\u00fcrdige \u00dcbung vorbei\u201d. Der Mitgliedsbeitrag wurde damals auf 25 Pfennig pro Monat festgelegt. Von der Ausr\u00fcstungsfirma Henkel in Bielefeld beschaffte man sich eine einheitliche Dienstkleidung. Der Dienst fand nun regelm\u00e4\u00dfig an jedem ersten Sonntag im Monat ab 15 Uhr statt, meist am Spritzenbrunnen (Dorfstra\u00dfe) f\u00fcr die Spritzenmannschaft und an den Picker\u2019schen Scheunen f\u00fcr die Steigermannschaft. Bei schlechtem Wetter traf man sich im Saal der Gastst\u00e4tte Dapolinhaus.<\/p>\n<p>Das erste Vergn\u00fcgen fand dort am Sonntag, 14. Februar 1931, statt. Der Kamerad R\u00f6ssing wurde f\u00fcr \u201cgute Musik\u201d zum Preis von 35 Mark verpflichtet. Die Eintrittspreise lagen bei 1 Mark f\u00fcr Herren und 50 Pfennig f\u00fcr Damen und Erwerbslose.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 1931 wurden zwei Signalh\u00f6rner angeschafft.<\/p>\n<p>Der erste Einsatz folgte am 11. September. Auf dem Gut Boksberg galt es einen Scheunenbrand zu bek\u00e4mpfen. Hier vermerkt der Chronist Heinrich Busche mit Stolz, dass \u201cdie Wehr als erste auf dem Brandplatz anlangte und sogleich an die Bek\u00e4mpfung des Feuers heranging\u201d.<\/p>\n<p>Die Versammlungen fanden nun im Gasthaus August St\u00fcmpel statt, das 1933 von Gastwirt Gustav Brodhan und ab 1934 von Gastwirt Heinrich Dormeier gef\u00fchrt wurde. Auf der Generalversammlung am 2. April 1933 beschlossen die Kameraden, gegen die einsame Stimme des Kassenf\u00fchrers Busche, den gerade verlesenen Kassen\u00fcberschuss von 53,74 Mark sofort in eine Vesper umzusetzen. In der allgemein guten Laune wurde des Weiteren beschlossen, wieder ein Wintervergn\u00fcgen zu feiern und eine Theaterauff\u00fchrung in das Programm zu nehmen.<\/p>\n<p>Im Juni 1935 fand in Heisede ein Kreisfeuerwehrfest statt.<\/p>\n<p>Das erste Protokollbuch, vom Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Heinrich Busche in den Jahren 1930-1936, der Zeit des Wehrf\u00fchrers Wilhelm Lippel, sauber gef\u00fchrt, endet hier und gibt lediglich noch ein Protokoll vom 22.4.1939 wieder: Die F\u00fchrung der Wehr \u00fcbernahm Friedrich Wissel. Als Kassenbestand ist ein Betrag von 18,41 Reichsmark genannt und es wurde verzeichnet, dass sich 14 Kameraden f\u00fcr die Ablegung des SA-Sportabzeichens gemeldet hatten.<\/p>\n<p>Die Gem\u00fctlichkeit im Dienstgeschehen lie\u00df nach. Der Staat griff in die bis jetzt ge\u00fcbte Selbstverwaltung der Wehren ein. Der \u201cEinheits-Feuerwehrmann\u201d wurde ausgebildet und hatte gleichzeitig die Funktion eines Hilfspolizeibeamten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Krieges waren nur wenige aktive Feuerwehrm\u00e4nner in Heisede. Deshalb wurde 1940 eine Frauengruppe aufgestellt, die unter dem Kommando des Brandmeisters Friedrich Wissel stand, der vom Kriegsdienst befreit war. Ma\u00dfgeblichen Anteil am Aufbau dieser Gruppe hatten der damalige Feuerwehrf\u00fchrer F. C. Schrader aus Sarstedt und der Kreisbrandmeister Wilke aus Hotteln. 1942 wurde die erste Motorspritze angeschafft, die legend\u00e4re Meyer-Hagen. Die Pumpe erwarb sich in den fast 20 Betriebsjahren den Ruf, bei Eins\u00e4tzen einwandfrei zu arbeiten, hingegen bei Wettk\u00e4mpfen ihren Dienst zu versagen. Die damaligen Maschinisten Eddi Kiene, Ernst Wolkenhauer und Heinrich Jirsak konnten ein Lied davon singen.<\/p>\n<p>Die Bew\u00e4hrungsproben der Wehr waren vielf\u00e4ltig. Aufgrund fehlender Aufzeichnungen k\u00f6nnen nur einige Ereignisse genannt werden:<\/p>\n<p>1932 Gro\u00dffeuer auf dem Rittergut Boksberg.<br \/>\nDabei platzten viele Heiseder Hanfschl\u00e4uche, die dem Druck der 1930 f\u00fcr 10.620 Mark neu beschafften Sarstedter Motorspritze nicht standhielten.<\/p>\n<p>1935 Brand der Ziegelei Gleidingen. Heisede war als erste Wehr am Einsatzort.<\/p>\n<p>1943 Am 16. September l\u00f6sten Fliegerbomben einen Brand auf dem Hof Somme aus. Hier wurde die Motorspritze Meyer-Hagen erstmals eingesetzt.<\/p>\n<p><center><a href=\"https:\/\/www.ff-sarstedt.de\/stadt\/?page_id=1324\">\u27a2 <b>WEITER ZUM N\u00c4CHSTEN ABSCHNITT<\/b> \u27a2<\/a><\/center><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 26. 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