{"id":1324,"date":"2015-05-02T17:02:40","date_gmt":"2015-05-02T15:02:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ff-sarstedt.de\/stadt\/?page_id=1324"},"modified":"2016-03-25T10:14:05","modified_gmt":"2016-03-25T09:14:05","slug":"dritter-abschnitt-1945-1973","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ff-sarstedt.de\/stadt\/heisede\/wir-ueber-uns\/chronik\/dritter-abschnitt-1945-1973","title":{"rendered":"3. Abschnitt: 1945-1973"},"content":{"rendered":"<p>Als Wehrf\u00fchrer wirkte weiterhin Friedrich Wissel. Unter der Leitung von Heinrich Beuermann und Hermann von Einem waren zwei L\u00f6schtrupps aktiv.<\/p>\n<p>Die erste Dienstversammlung nach dem Krieg fand am 19. November 1946 statt.<\/p>\n<p>Ein Vorspanndienst wurde organisiert. Im Gemeindekasten wurde \u00f6ffentlich bekanntgegeben, welcher Landwirt im monatlichen Wechsel verpflichtet war, seine Pferdegespanne oder Schlepper zum Transport des Einachsanh\u00e4ngers TSA zur Verf\u00fcgung zu stellen. Die Alarmierung erfolgte nach wie vor durch Signalh\u00f6rner. Die Wohnh\u00e4user der \u201cHornisten\u201d waren durch ein Schild mit der Aufschrift \u201cFeuermeldestelle\u201d gekennzeichnet. Der Hornist sauste nach der Feuermeldung mit seinem Fahrrad durch die Stra\u00dfen und stie\u00df, meist nachts, schaurige T\u00f6ne aus, um die Feuerwehrkameraden zu alarmieren.<\/p>\n<p>Diese T\u00f6ne schreckten am 19. Juni 1950 um 5 Uhr das schlafende Dorf. Die Bewohner der \u201cRoten Reihe\u201d (Heiseder Stra\u00dfe) waren bereits durch einen lauten Knall um ihren Schlaf gebracht worden: Im Beuermann\u2019schen Haus hatte sich ein Gummischlauch von einem Gaskocher gel\u00f6st. Der intensive Gasgeruch veranlasste Marie Beuermann, mit dem Streichholz nach dem Z\u00e4hler zu schauen. In der folgenden Explosion blieb sie wie durch ein Wunder unverletzt. Das schnell um sich greifende Feuer wurde bis zum Eintreffen der Wehr von Hausbewohnern und Nachbarn mit Eimerketten bek\u00e4mpft. Eilig wurden Hausrat und, daran erinnert man sich ganz genau, dicke Schinken geborgen. Hierbei bohrte sich ein Schinkenhaken durch die Hand eines Feuerwehrmannes. Schlie\u00dflich brach der Schornstein in sich zusammen und schlug unmittelbar neben den eben vom Brandmeister zur\u00fcckgezogenen M\u00e4nnern in den Boden. Auf der \u201cnervenaufreibenden\u201d Szene erschien dann auch noch das \u201c\u00dcberfallkommando\u201d der Polizei aus Hildesheim, dessen Aufgabe in dieser von Unsicherheit gepr\u00e4gten Nachkriegszeit darin bestand, die Umst\u00e4nde besonderer Ereignisse zu pr\u00fcfen und Diebst\u00e4hle zu verhindern.<\/p>\n<p>1954 brannte die gro\u00dfe Scheune des Rittergutes Boksberg.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich der Generalversammlung am 27. Februar 1954 nahm die Wehr den Dank des Gemeidedirektors Friedrich Meyer f\u00fcr ihren au\u00dferordentlichen Einsatz beim Gro\u00dfbrand in den Sarstedter Voss-Werken entgegen. Der Kamerad Friedrich K\u00f6hler hatte zum schnellen Transport von Mannschaft und Ger\u00e4t einen LKW zur Verf\u00fcgung gestellt, mit dem die Wehr nach 17 Minuten den Einsatzort erreicht hatte.<\/p>\n<p>Eine Festzeitung wurde zum Stiftungsfest im Gasthaus Dormeier anl\u00e4sslich des 25j\u00e4hrigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Heisede charakterisiert in humoristischer Form jeden einzelnen aktiven Kameraden gegeben.<\/p>\n<p>Im Jahr 1956 gab der erkrankte verdiente Wehrf\u00fchrer Friedrich Wissel sein Amt ab. Sein Name bleibt mit der Geschichte unserer Wehr untrennbar verbunden. Mit der Neuwahl im Jahr 1958 l\u00f6ste Friedrich R\u00fchmkorf den vor\u00fcbergehend mit der F\u00fchrungsaufgabe betraut gewesenen Ernst Wolkenhauer ab. Friedrich Wissel wurde zum Ehrenbrandmeister ernannt. In den folgenden Jahren bestimmten haupts\u00e4chlich Schornsteinbr\u00e4nde und Diemen-Br\u00e4nde die Arbeit der Feuerwehr im Herbst und Winter. Ausgel\u00f6st durch die funkenspr\u00fchenden Dampfloks mussten im Sommer regelm\u00e4\u00dfig Br\u00e4nde in Getreidefeldern bek\u00e4mpft werden. Die Wasserversorgung wurde durch den Bau der Wasserleitung im Jahr 1958 wesentlich verbessert.<\/p>\n<p>Die alte Feuerwehrspritze Meyer-Hagen wurde 1958 durch die moderne Tragkraftspritze TS8\/8 mit VW Motor ersetzt. Im Mai 1963 kaufte dann der Gemeinderat unter Gemeindedirektor Hans Sander f\u00fcr 11.000 DM das erste L\u00f6schfahrzeug vom Typ Ford Transit TSF.<\/p>\n<p>Der 1964 erneut f\u00fcr 6 Jahre gew\u00e4hlte Wehrf\u00fchrer R\u00fchmkorff verstarb vor Beendigung seiner Amtszeit im Alter von nur 37 Jahren. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Walter Bonk f\u00fchrte die Wehr bis zur Neuwahl weiter.<\/p>\n<p>Im September 1966 wurde Kamerad Bonk zum Gemeindebrandmeister gew\u00e4hlt. Weil aber die Satzung bestimmte, dass der Wehrf\u00fchrer seinen Wohnsitz vor Ort haben musste, wies der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Heisede die Wahl zur\u00fcck. Aus der Wahl am 17. Dezember 1966 ging dann Friedrich K\u00f6hler als neuer Gemeindebrandmeister hervor. Er begann seine T\u00e4tigkeit mit viel Idealismus und unterzog sich \u2013 vielfach als \u00e4ltester Teilnehmer \u2013 den erforderlichen Lehrg\u00e4ngen an der Landesfeuerwehrschule in Celle.<\/p>\n<p>Die hervorragende Ausbildung der Feuerwehrkameraden f\u00fchrte 1972 bis zur Teilnahme an den Bezirkswettk\u00e4mpfen in G\u00f6ttingen.<\/p>\n<p>1970 feierte die Feuerwehr ihr 40-j\u00e4hriges Bestehen im Rahmen des Sch\u00fctzenfestes. Das ganze Dorf feierte 3 Tage lang mit. Franz Burlit und Waldemar Ohlendorf nahmen aus der Hand des Gemeindedirektors Helmut Piontek die goldene Ehrennadel als M\u00e4nner der ersten Stunde in der Feuerwehr entgegen. An den anl\u00e4sslich des Jubil\u00e4ums ausgerichteten Pokalwettk\u00e4mpfen nahmen 30 Wehren teil.<\/p>\n<p><center><a href=\"https:\/\/www.ff-sarstedt.de\/stadt\/?page_id=1326\">\u27a2 <b>WEITER ZUM N\u00c4CHSTEN ABSCHNITT<\/b> \u27a2<\/a><\/center><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Wehrf\u00fchrer wirkte weiterhin Friedrich Wissel. Unter der Leitung von Heinrich Beuermann und Hermann von Einem waren zwei L\u00f6schtrupps aktiv. Die erste Dienstversammlung nach dem Krieg fand am 19. November 1946 statt. Ein Vorspanndienst wurde organisiert. 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