{"id":1326,"date":"2015-05-02T17:03:07","date_gmt":"2015-05-02T15:03:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ff-sarstedt.de\/stadt\/?page_id=1326"},"modified":"2016-03-25T10:14:12","modified_gmt":"2016-03-25T09:14:12","slug":"vierter-abschnitt1974-bis-heute","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ff-sarstedt.de\/stadt\/heisede\/wir-ueber-uns\/chronik\/vierter-abschnitt1974-bis-heute","title":{"rendered":"4. Abschnitt: 1974 bis heute"},"content":{"rendered":"<p>Im Zuge der Gebietsreform 1974 verlor auch die Gemeinde Heisede ihre politische Selbstst\u00e4ndigkeit und wurde Ortsteil der Stadt Sarstedt. Die Aufgaben der Gemeinder\u00e4te \u00fcbernahm nun weitestgehend der Sarstedter Stadtrat. Die Ortswehren blieben erhalten. Somit war weiterhin ein schneller und von Ortskenntnis getragener Einsatz gew\u00e4hrleistet. Unter Vorsitz des Stadtbrandmeisters wurde ein gemeinsames \u201cOberkommando\u201d, das Stadtkommando, geschaffen. Die Gemeinde Heisede dr\u00fcckte ihren Dank f\u00fcr die stete Einsatzbereitschaft der Wehr mit dem Kauf eines L\u00f6schfahrzeugs vom Typ LF8 auf Opel-Blitz-Fahrgestell aus, das vom stellvertretenden B\u00fcrgermeister Helmut Heimann am 29. M\u00e4rz 1974 der vollz\u00e4hlig angetretenen Wehr feierlich \u00fcbergeben wurde. Unsere Wehr verf\u00fcgte nun \u00fcber moderne Hilfeleistungsger\u00e4te, erstmals auch \u00fcber das L\u00f6schmittel Schaum sowie \u00fcber die immer wichtiger werdenden \u201cschweren Atemschutzger\u00e4te\u201d. Ohne diese Ger\u00e4te war eine wirksame Brandbek\u00e4mpfung im Zeitalter der Kunststoffe nicht mehr m\u00f6glich. 1974 wurden auch die alten \u201cUnterkreise\u201d abgeschafft. An dessen Stelle traten die \u201cBrandschutzabschnitte\u201d. Unsere Feuerwehr wurde dem Brandabschnitt Nord zugeordnet. Gleichzeitig wurden die Katastrophenschutzeinheiten im Landkreis neu geordnet. Seit 1974 bilden die Feuerwehren aus Hotteln, G\u00f6dringen und Heisede den 1. Zug in der FB 1 \u2013 Nord und gleichzeitig auch den 1. Zug der Stadt Sarstedt.<\/p>\n<p>Der Ernstfall lie\u00df nicht lange auf sich warten: Im August 1975 brannten die ausgetrockneten W\u00e4lder der L\u00fcneburger Heide. Zweimal im je 48-st\u00fcndigen Einsatz k\u00e4mpften auch unsere M\u00e4nner bis zur Ersch\u00f6pfung gegen die Flammenw\u00e4nde im Raum St\u00fcde an.<\/p>\n<p>1975 wurde Ludwig Reinhardt zum Ortsbrandmeister gew\u00e4hlt, sein Stellvertreter wurde Siegfried Gerber. Friedrich K\u00f6hler, der aus Altersgr\u00fcnden nicht mehr kandidiert hatte, wurde zum Ehrenbrandmeister ernannt.<\/p>\n<p>Im Jahr 1976 wurde unsere Jugendfeuerwehr gegr\u00fcndet. Hier\u00fcber wird sp\u00e4ter berichtet.<\/p>\n<p>Die beiden Gro\u00dffeuer im Juni 1976 bei der Firma Inka-Kosmetana und im August 1979 bei der Firma Hahnerol haben die gro\u00dfe Gefahr beim Brand von Chemikalien aufgezeigt. Bei letzterem Einsatz wurden Feuerwehrkameraden aus Sarstedt und Giften zum Teil schwer verletzt.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich der \u201c50. Wiederkehr der Gr\u00fcndung der Freiwilligen Feuerwehr\u201d war das Jahr 1980 gepr\u00e4gt von Festveranstaltungen. Die Feierlichkeiten begannen am 29. M\u00e4rz 1980 mit einem Festakt im Dorfgemeinschaftshaus und einem viel beachteten Grundsatzreferat unseres Ortsbrandmeisters Ludwig Reinhardt \u00fcber die Freiwilligkeit im L\u00f6schwesen. Zuvor war am Ehrenmal der Toten der beiden Weltkriege gedacht worden. Im Verlauf des Jubil\u00e4umsjahres fanden unter gro\u00dfer Beteiligung eingeladener Wehren Wettk\u00e4mpfe im Fasanengarten statt. Am \u201cTag der offenen T\u00fcr\u201d pr\u00e4sentierte sich die Feuerwehr mit einer Fahrzeug- und Ger\u00e4teschau. Jugendfeuerwehren aus Heisede und den Nachbarorten zeigten den sportlichen Teil ihrer Leistungswettk\u00e4mpfe. Das Sarstedter Blasorchester sorgte f\u00fcr musikalische Unterhaltung.<\/p>\n<p>Das Jahr 1980 steht aber auch f\u00fcr eine einschneidende personelle Ver\u00e4nderung bei der Heiseder Feuerwehr: Wir waren keine M\u00e4nnergesellschaft mehr. Nach dem neuen Brandschutzgesetz war es auch Frauen m\u00f6glich, aktiven Dienst in der Wehr auszu\u00fcben. Diese anfangs nicht unumstrittene Entscheidung f\u00fchrte kurzzeitig zu hitzigen Diskussionen ( \u201cdes Einen Leid, des Anderen Freud\u201d).<br \/>\nDer Kreisanzeiger meldete in seinem Bericht \u00fcber die Jubil\u00e4umswettk\u00e4mpfe am 5. Juli 1980 in Heisede: \u201d In der 2. Gruppe standen \u2026 mit Doris Gerber und Kerstin Schmeling auch 2 M\u00e4dchen ihren Mann\u201d.<\/p>\n<p>Dass die Feuerwehr nicht nur zum L\u00f6schen da ist, wurde im M\u00e4rz 1981 unter Beweis gestellt. Bei dem \u201cJahrhunderthochwasser\u201d stand das Wasser bis zu den Schienen des Bahndammes und flutete viele Keller. Alle verf\u00fcgbaren Pumpen waren im Einsatz.<\/p>\n<p>Der bisherige Ortsbrandmeister Ludwig Reinhardt konnte sich nach Ablauf seiner Amtszeit wegen eines Wohnortwechsels nicht erneut zur Verf\u00fcgung stellen. Als Nachfolger wurde Siegfried Gerber gew\u00e4hlt, Stellvertreter wurde dessen Bruder Heinrich Gerber.<\/p>\n<p>Jahrzehntelang hatte die Spritze ihr Dasein im Heimatmuseum \u201cSt\u00fcmpelhof\u201d in Hotteln gefristet. Als die Aufl\u00f6sung des Heimatmuseums erfolgte, kam die Spritze auf Initiative unseres ehemaligen Otsbrandmeisters Ludwig Reinhardt wieder in den Besitz unserer Feuerwehr. Der \u201cZahn der Zeit\u201d hatte seine Spuren deutlich hinterlassen. Wir beschlossen trotzdem, die Spritze zu restaurieren, obwohl aufgrund des schlechten Zustands nicht abzusehen war, welchen Umfang dieses Unternehmen haben w\u00fcrde. Die Kameraden Holger Schmeling und Thomas von Einem \u00fcbernahmen die Verantwortung f\u00fcr die Organisation und Durchf\u00fchrung der Arbeiten, diese dauerten von 1988 bis 1990. Die gesamte Spritze wurde in ihre Einzelteile zerlegt. Alles wurde in Handarbeit aufgearbeitet. Was nicht mehr zu restaurieren war wie z. B. die Dichtungen, wurde erneuert. F\u00fcr die Aufarbeitung der R\u00e4der konnte unser f\u00f6rderndes Mitglied Robert Dr\u00f6ssler gewonnen werden. Heute sind wir stolz darauf, ein historisches St\u00fcck Feuerwehr pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auf der im Rahmen unseres diesj\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums stattfindenden Fahrzeug- und Ger\u00e4teschau am Samstag, den 7. Mai, wird die Spritze selbstverst\u00e4ndlich wieder der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert. Die Teilnahme am Festumzug am Sonntag ist ebenfalls vorgesehen. Zu besichtigen ist die Spritze auch auf unserem j\u00e4hrlich am Feuerwehrger\u00e4tehaus stattfindenden \u201cTag der offenen T\u00fcr\u201d.<\/p>\n<p>R\u00fcckblickend war die damalige Entscheidung f\u00fcr die Restauration die einzig richtige. Das Ergebnis rechtfertigt die Aufw\u00e4nde an Material und Zeit, welche von den Kameraden investiert wurden. Dies geschah alles auf freiwilliger Basis und deshalb an dieser Stelle noch einmal Dank und auch Anerkennung an all diejenigen, die mitgeholfen haben, dieses sicherlich nicht mehr allt\u00e4gliche St\u00fcck Feuerwehrgeschichte f\u00fcr die Allgemeinheit zu erhalten.<\/p>\n<p><center><a href=\"https:\/\/www.ff-sarstedt.de\/stadt\/?page_id=1328\">\u27a2 <b>WEITER ZUM N\u00c4CHSTEN ABSCHNITT<\/b> \u27a2<\/a><\/center><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Zuge der Gebietsreform 1974 verlor auch die Gemeinde Heisede ihre politische Selbstst\u00e4ndigkeit und wurde Ortsteil der Stadt Sarstedt. 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