Aus allen umliegenden Landkreisen werden die Feuerwehrbereitschaften zum Elbehochwasser entsandt. Samstag, 08.04. war es dann für die Kreisfeuerwerbereitschaften 1 (der auch die Stadtfeuerfehr Sarstedt angehört) und 3 des Landkreises Hildesheim, soweit. 225 Feuerwehrleute machten sich auf dem Weg.
Bericht der Hildesheimer Allgemeinen:
Kreis Hildesheim (tw). An der Elbe zwischen Hitzacker und Lauenburg kämpfen seit der Nacht zum Sonntag 225 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Hildesheini gegen das Hochwasser.
Sonnabend, 20 Uhr. Die Kreisfeuerwehrbereitschaften Nord und Ost sammeln sich in Borsum und Wehrstedt, um in Richtung Lüneburg aufzubrechen. Dazu gesellt sich der Versorgungszug der Kreisfeuerwehr. Das Hochwasser an der Elbe steigt auch in Niedersachsen dramatisch, die Altstadt von Hitzacker ist in der Flut versunken. Nun gilt es, die Deiche an anderen Orten zu sichern. Bei der Jahrhundertflut im Sommer 2002 waren schon einmal 450 Feuerwehrleute aus dem Raum Hildesheim an der Elbe im Einsatz. Nun stehen die Pegel höher als damals. Am Sonnabend weiß Kreisbrandmeister Josef Franke noch nicht, wo es genau hingeht. Nur eines ist klar: Es wird ein anstrengender Einsatz.
Sonntag, 11 Uhr: Wir haben die ganze Nacht Sandsäcke gestapelt, berichtet Rainer Glowienka, Einsatzleiter der Feuerwehrbereitschaft Nord, am Telefon. Die Feuerwehrleute aus dem Raum Hildesheim sind zum Einsatz in Garge, Amt Neuhaus, eingeteilt. Die beiden Gruppen sind etwa vier Kilometer voneinander entfernt stationiert. Jetzt haben sie erst einmal Pause, von 15 bis 22 Uhr sollen sie wieder ran.
Glowienka verfolgt besorgt, wie das Wasser immer noch weiter steigt. Noch ein knapper halber Meter, dann schwappt es oben über die Deiche. Noch größer sei aber die Gefahr, dass Deiche brechen. Insgesamt versuchen mittlerweile fast 3000 Feuerwehrleute gemeinsam, das zu verhindern.
Wir sind froh, dass wir unseren Versorgungszug dabei haben, ergänzt Glowienka. Denn Kollegen aus anderen Kreisen hätten an der Flut-Front Probleme mit der Verpflegung der Helfer.
Sonntag, 16 Uhr: Wir werden verlegt, meldet Heinrich Köhler, Leiter des Brandschutzabschnittes Nord. Die nächste Einsatzstelle soll ein paar Kilometer entfernt in Bleckede sein. Dort drohen Deiche zu brechen, erklärt Köhler. In Bleckede lösen die Hildeshei-mer zwei andere Feuerwehrbereitschaften aus anderen Landkreisen ab, stapeln Sandsäcke. Vor den freiwilligen Helfern liegen wieder lange Arbeitsstunden. Erst am späten Abend werden sie sich wieder ausruhen können.
Bis Montagabend soll der Einsatz der Hildesheimer Kräfte an der Elbe dauern, dann werden sie von frischen Helfern abgelöst.




