“Kalter Schlag” verwüstet das Dach eines Hauses in der
Brückenstraße
Feuerwehr sichert drei Stunden lang die Einschlagstelle: Lockere
Dachziegel drohten auf die Straße zu fallen/Blitzschlag entfachte kein Feuer

Feuerwehrleute als Dachdecker:
Sie sorgten dafür, daß keine lockeren Ziegel auf die Straße fallen konnten
Sarstedt, 11.06.1998 (tw). Ein Blitzschlag hat an einem Haus in der Sarstedter
Brückenstraße eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Zwar handelte es sich um einen
“kalten Schlag”, der nichts in Brand setzte – der Schaden ist dennoch
beträchtlich. Drei Stunden war die Sarstedter Feuerwehr beschäftigt, die Einschlagstelle
zu sichern. Denn der Blitz hatte zahlreiche Ziegel vom Dach geschleudert und viele andere
gelockert. Sie drohten auf die Straße zu fallen, die nur wenige Meter entfernt ist.

Daher kletterten einige Feuerwehrmitglieder auf das Dach und entfernten die Steine, an
denen der Blitz gerüttelt hatte. Und der Schlag hatte mächtig gerüttelt: “Einen
solchen Schaden haben ich nach einem Blitzschlag noch nicht gesehen”, berichtet
Feuerwehr-Einsatzleiter Friedhelm Ulrich, der mit 23 Kollegen und vier Fahrzeugen
anrückte. Der Blitz habe das Dach an mehreren Stellen aufgerissen, die einige Meter
auseinander liegen. “Auch der Schornstein hat etwas abgekriegt.” Zunächst hatte
Ulrich befürchtet, der Schlag habe auch ein Feuer entfacht. “Als wir kamen, qualmte
das Dach”, berichtet er. Doch dann habe sich schnell herausgestellt, daß nur ein
paar Styroporplatten vor sieh hin schmorten.

Auf dem Dachboden des mehrstöckigen Hauses
richtete der Blitzschlag beträchtigen Schaden an.