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Auf der Autobahn zwischen Drispenstedt und der
Messe-Abfahrt bei Hannover
sterben in der Nacht zum Sonntag
zwei Männer aus Polen in den Trümmern ihres Autos

Das Ende einer Geisterfahrt: Zwei Tote und fünf
Verletzte

Kreis Hildesheim, 01.07.1996 . (rwe) Eine
Geisterfahrt hat in der Nacht zum Sonntag auf der Autobahn 7 zwischen Drispenstedt und der
Messeabfahrt tödlich geendet. Bei einem Frontalzusammenstoß starben zwei Menschen, fünf
wurden verletzt.

Auf der Rückfahrt vom Tagesausflug nach München erlebten vier
Hannoveraner gegen 1.10 Uhr auf der A 7 einen Alptraum.: Beim Überholen kam ihnen auf der
linken Spur ein Audi 80 entgegen. Ein 29jähriger Mann konnte mit seinem Passat noch
ausweichen, seine drei Freunde prallten mit ihrem Audi A6 voll gegen den Wagen. Der
36jährige Falschfahrer aus Polen und ein Landsmann auf dem Rücksitz kamen ums Leben. Der
38jährige Pole auf dem Beifahrersitz wurde schwer verletzt. Dem zweiten Audi riß der
Aufprall die Front weg, der Wagen schleuderte gegen eine Leitplanke, blieb 140 Meter
entfernt liegen. Alle drei Männer blieben ohne schwere Verletzungen.

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In den Trümmern dieses Wagens starben zwei Männer
aus Polen. Der 36jährige Fahrer war mit seinem Audi
auf der Autobahn in der falschen Fahrtrichtung unterwegs.

“Wir hatten Glück, in so einem Panzer zu sitzen”, meinte
Beifahrer Matthias Lenz aus Ilsede, der ebenfalls zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht
wurde. Er hatte geschlafen, als es zum Unfall kam. Sein 39jähriger Freund auf der
Rückbank blieb unverletzt. Die Airbags hatten offenbar schlimmere Folgen verhindert. Die
Luftkissen retteten vermutlich auch die beiden Insassen eines Passats, der wenig später
auf den zertrümmerten Audi 80 prallte und auf der mittleren Spur zum Stehen kam. Das
Paar, beide sind 35 Jahre alt und aus Hannover, wurden schwer verletzt.

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Ein Schutzengel fuhr mit: Matthias Lenz aus Ilsede und
seine beiden Freunde kamen heil aus dem Wagen
und überstanden den Zusammenstoß

Die Polizei beziffert den Schaden auf 124 000 Mark. Sie sperrte die
A 7 in Richtung Norden bis 4.45 Uhr. Die Autos hinter der Unfallstelle wurden gegen 2.45
Uhr über die Betriebsabfahrt bei Hotteln geführt. Wo der Pole falsch aufgefahren ist,
steht noch nicht fest. Kurz vor dem Unfall war bei der Polizei eine Warnung eingegangen.
Vom Messegelände sind es acht Kilometer, von der Auffahrt Laatzen sechs Kilometer bis zum
Unfall.