Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Sarstedt kamen zahlreiche Mitglieder, Gäste sowie Vertreter aus Politik und Hilfsorganisationen zusammen, um auf das Jahr 2025 zurückzublicken, verdiente Kameradinnen und Kameraden zu ehren und wichtige Weichen für die Zukunft zu stellen.
Gleich zu Beginn seiner Rede richtete Ortsbrandmeister Maik Kreutzkam den Blick auf die kommenden Herausforderungen. Er betonte, dass die Ersatzbeschaffung des Tanklöschfahrzeuges sowie des Mannschaftstransportwagens (MTW) dringend notwendig sei und dieses Thema zeitnah angestoßen werden müsse, um die Einsatzbereitschaft der Ortsfeuerwehr langfristig sicherzustellen.
Darüber hinaus wies Kreutzkam auf die mittlerweile beengten räumlichen Verhältnisse im Feuerwehrhaus hin. Insbesondere die Umkleide- und Lagerbereiche seien nahezu vollständig ausgeschöpft. Angesichts steigender Mitgliederzahlen, wachsender Ausstattung und zunehmender Anforderungen müsse mittelfristig über bauliche Erweiterungen oder strukturelle Lösungen nachgedacht werden.
Im weiteren Verlauf der Versammlung folgten die Berichte aus den einzelnen Abteilungen. Die Einsatzabteilung bewältigte im Jahr 2025 insgesamt 232 Einsätze. Gemeinsam mit Kinderfeuerwehr, Jugendfeuerwehr, Kommando, Gerätewarten und Verwaltung wurden beeindruckende über 18.000 Dienststunden geleistet. Die Ortsfeuerwehr zählt aktuell 135 Mitglieder, davon 84 Aktive, 25 Jugendliche und 20 Kinder in der Kinderfeuerwehr.
Ein besonderer Schwerpunkt der Versammlung lag auf den zahlreichen Ehrungen und Beförderungen.
Für 25 Jahre aktiven Dienst im Feuerlöschwesen wurde ein Kamerad ausgezeichnet.
Zwei weitere Kameraden erhielten die Ehrung für 50 Jahre, ein weiterer sogar für 60 Jahre treuen Dienst in der Feuerwehr.
Darüber hinaus wurden mehrere Einsatzkräfte für ihren Einsatz beim Weihnachtshochwasser 2023 geehrt – eine Lage, die auch in Sarstedt eine besondere Herausforderung darstellte.
Im Rahmen der Beförderungen konnten zahlreiche Karriereschritte bekanntgegeben werden:
Ein Kamerad wurde zum Ersten Hauptfeuerwehrmann befördert,
zwei Kameraden zu Löschmeistern,
zwei zu Oberlöschmeistern,
ein Kamerad zum Hauptlöschmeister
sowie ein Kamerad zum Ersten Hauptbrandmeister.
Gruß- und Dankesworte richteten unter anderem Bürgermeisterin Heike Brennecke, Stadtbrandmeister Klug, der THW-Ortsbeauftragte Christian Rathke, Hendrik Maurer von der Polizei sowie der Landtagsabgeordnete Markus Brinkmann an die Versammlung. In ihren Ansprachen würdigten sie die hohe Einsatzbereitschaft, die Professionalität und die enge Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen und hoben die große Bedeutung der Feuerwehr für die Sicherheit der Bevölkerung hervor.
Einen besonders stillen und bewegenden Moment nahm das Gedenken an den im letzten Jahr plötzlich verstorbenen Kameraden Thomas Arni Arnold ein. In einer würdevollen Ehrung wurde an sein Wirken, seine Kameradschaft und seinen Platz in der Gemeinschaft erinnert. Der Verlust habe die Wehr tief getroffen, zugleich aber auch den außergewöhnlichen Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehr eindrucksvoll gezeigt.
Neben den Berichten der Einsatzabteilung wurden auch die Tätigkeiten der Kinderfeuerwehr „Feuerfüchse“ und der Jugendfeuerwehr vorgestellt. Beide Abteilungen verzeichneten stabile bis steigende Mitgliederzahlen, eine hohe Dienstbeteiligung sowie zahlreiche Ausbildungs- und Wettbewerbsaktivitäten und stellen damit eine tragende Säule der Nachwuchsarbeit dar.
Ein weiterer wichtiger Punkt der Tagesordnung waren mehrere Neuwahlen.
Gewählt wurden ein neuer Jugendfeuerwehrwart, ein neuer Gerätewart sowie ein neuer Sicherheitsbeauftragter, um die Führungs- und Fachfunktionen auch künftig zuverlässig zu besetzen.
Zum Abschluss der Versammlung stand ein zentraler Gedanke im Mittelpunkt:
Die Anforderungen steigen, die Aufgaben werden komplexer – doch die Ortsfeuerwehr Sarstedt stellt sich diesen Herausforderungen mit Engagement, Fachlichkeit und einem starken Gemeinschaftsgeist.
Ein besonderer Dank galt dabei auch den Familien und Partnern der Einsatzkräfte, die durch ihren Rückhalt den ehrenamtlichen Dienst erst möglich machen.






Für 25 Jahre Dienstzeit

Für 50 Jahre Dienstzeit

Für 60 Jahre Dienstzeit

