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Autos müssen kommerzielle Waschanlagen ansteuern
Verwaltungsausschuß
läßt öffentliche Anlage stillegen

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Die Trostlosigkeit bleibt: Der öffentliche Waschplatz
hat endgültig ausgedient, der Frühjahrsputz muß
an anderer Stelle stattfinden.

Sarstedt, 08.03.1997 (br). Sarstedter Autobesitzer müssen ihre Wagen
zum Frühjahrsputz durch kommerzielle Waschstraßen steuern: Der Verwaltungsausschuß hat
sich einstimmig dafür ausgesprochen, den öffentlichen Waschplatz in der Bleekstraße
endgültig zu schließen. Die Stadt müßte die Anlage nach Angaben von Bürgermeister
Karl-Heinz Wondratschek sonst für mehrere 10 000 Mark umrüsten, damit diese wieder den
Umweltschutzauflagen entspricht.

Die Bleekstraße war für die Sarstedter Autofahrer im vergangenen Jahrzehnt eine
wichtige Adresse; auf dem Platz neben dem Feuerwehrgerätehaus konnten sie ihre Fahrzeuge
kostenlos auf Hochglanz bringen. Inzwischen dient das Gelände seit rund sechs Monaten nur
noch als Parkplatz: Nach Darstellung der Verwaltung erfüllt die Anlage die
Umweltschutz-Anforderungen nicht mehr. So müßte die Stadt nach Angaben Wondratscheks
unter anderem den Ölabscheider erneuern. “Insgesamt würde die technische
Nachrüstung rund 30 000 Mark kosten”, sagt der Bürgermeister. Damit sei es nicht
getan: Außerdem benötige das Grundstück eine neue Pflasterung. Die Argumente
überzeugten den Verwaltungsausschuß: Seine Mitglieder sprachen sich dafür aus, das Geld
angesichts der Finanzlage der Stadt zu sparen und die bereits stillgelegte Anlage
endgültig zu schließen.

Zumindest die Sarstedter Feuerwehr dürfte sich über die Entscheidung freuen. Ihr soll
die Nachbarschaft manchmal Kummer bereitet haben: “Bei Einsätzen kam es schon zu
Problemen, wenn die Autos vor dem Gerätehaus standen”, berichtet Wondratschek.